Impfgegner ruft aus Intensivstation zu Demos auf – und stirbt kurz darauf an Corona

Einer von Bayerns größten Impfgegnern starb Anfang Januar 2022 an Corona! Zuvor hatte er noch von der Intensivstation zu Demos gegen die Maßnahmen und die Impfpflicht aufgerufen.
Otmar Spirk
Impfgegner Otmar Spirk mit einem Stirnband mit der Aufschrift "Free Hugs". Foto: leben-und-leben-lassen-in-regensburg.de
Otmar Spirk
Impfgegner Otmar Spirk mit einem Stirnband mit der Aufschrift "Free Hugs". Foto: leben-und-leben-lassen-in-regensburg.de

Die Regensburger Impfgegner-Szene trauert um Otmar Spirk. Der Rechtsanwalt, der sich vor allem für Obdachlose und Drogensüchtige einsetzte, starb an den Folgen des Coronavirus. Fatal: Er war einer der größten Impfgegner Bayerns, betitelte sich selbst als „Querdenker“.

Der Endsechziger betrieb bis kurz vor seinem Tod noch einen Blog namens „Leben und leben lassen„. Subtext: Jeder soll frei entscheiden können, ob er sich impft oder nicht. Auch gegen andere Maßnahmen – wie etwa die 2G-Regel (Ausgrenzung von Ungeimpften) – setzte er sich zur Wehr.

Regensburg (Bayern): Impfgegner erkrankt an Corona und stirbt

Im Dezember dann die Wendung. Spirk erkrankte an Corona. Es erschien ein Update auf seinem Blog: „Liebe Leser, der Herausgeber ist seit 1 Woche an Covid 19 erkrankt und hütet sein Bett. Herzlicher Gruß.“

Schräg: Im Dezember, als Spirk bereits auf der Intensivstation versorgt wurde, rief er noch zur Teilnahme an Demonstrationen gegen die Maßnahmen in Regensburg auf. Dabei zitierte er die jüdisch-deutsche Publizistin Hannah Arendt: „Wer sein Leben auf Knien verbringt, hat keines.“

Am 7. Januar verstarb der 67-Jährige dann im Krankenhaus. Da war der Wunsch nach Freiheit wohl größer als die Angst vor dem unberechenbaren Virus.

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