Impfgegner-Milliardär kämpft mit Lungenentzündung, macht aber Geschäfte mit Hitler-Vermächtnis

Der australische Milliardär Clive Palmer hat bereits öfters starken Widerstand gegen die Corona-Impfung geäußert. Nun hat er selbst Corona – und kämpft gegen eine Lungenentzündung. Das hält ihn nicht von weiteren Deals ab: Zuletzt kaufte er Hitlers Mercedes Benz 770 von einem russischen Milliardär.
Clive Palmer - Australien
Der australische Milliardär Clive Palmer posiert auf einem Wahlplakat. Foto: Shutterstock.com / Natalie Board
Clive Palmer - Australien
Der australische Milliardär Clive Palmer posiert auf einem Wahlplakat. Foto: Shutterstock.com / Natalie Board

Die Geschichte wiederholt sich: Auch der australische Bergbau-Magnat und Milliardär Clive Palmer ließ sich bewusst nicht gegen Corona impfen und trat offen als Impfgegner in Erscheinung. Ende Februar wurde er mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Kurios: Trotz seiner Krankheit gönnte sich Palmer noch ein ganz besonderes Schmuckstück für seine Millionen-schwere Sammlung historischer Wagen.

Hitlers Mercedes-Benz 770, auch bekannt als Großer Mercedes, ging bereits durch die Hände einiger reicher Sammler. Nach einer Berichterstattung der australischen Seite „PerthNow“ schlug nun Palmer zu und erwarb den Wagen mit der finsteren Vergangenheit von einem ungenannten, russischen Milliardär. Ursprünglich wurde der Mercedes-Benz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom US-Militär in Frankreich beschlagnahmt. Als wäre das nicht genug, gönnte sich Palmer noch den Rolls-Royce von King Edward VIII aus dem Jahr 1929. Kostenpunkt für den Wagen: mehr als 200.000 Dollar!

Palmer will den Mercedes-Benz von Hitler nun in seinem Museum im Gold Coast Museum ausstellen. Gold Coast liegt an der Südostküste von Queensland in Australien, ca. 70 km südlich von Brisbane.

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„Ich denke nicht, dass ich schlecht in Form bin.“

Als Immobilienmakler und Besitzer der Bergbaufirma Mineralogy Pty Ltd brachte es Palmer nicht nur zu gewaltigen Reichtum (geschätzt 3 bis 6 Milliarden Dollar), sondern auch zu einem großen Selbstbewusstsein. Regeln beachtete er dabei bereits öfters eher ungerne: Seine Lizenz als Besitzer des Fußballclubs Gold Coast United verlor er wegen ständiger Verstöße gegen die Richtlinien der australischen Liga. Regelrecht größenwahnsinnig erscheint der Bau der Titanic 2, deren Jungfernfahrt einst für 2016 geplant gewesen war, seitdem aber immer wieder verschoben wurde.

Auch in Sachen Corona war Palmer alles andere als untätig:  So bewarb er das mittlerweile äußerst umstrittene Medikament „Hydroxychloroquine“ als mögliche Heilung gegen Corona. Er selbst meinte kürzlich noch, dass er in ausreichend guter Form sei, um gegen Corona zu bestehen. Eine erneute Fehleinschätzung, wie sich nun herausstellte.

So sei Palmer nach Angaben von „Daily Mail“ bereits am Donnerstag (24. Februar) aufgrund einer akuten Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Nicht nur der Bergbau-Magnat kämpft nun mit Corona, auch seine Frau Anna Palmer ist Corona-positiv. Aufgrund der Erkrankung musste er eine Rede im „National Press Club“ in Canberra kurzfristig absagen. Gleich drei Krankenwagen holten den Magnaten aus seinem Haus in Paradise Point und brachten ihn in die Pindara Privatklinik bei Benowa.

In einem Interview mit „ABC“ im November 2021 hatte Palmer noch behauptet, die Impfung würde weder gegen die Erkrankung noch gegen die Todesrate bei Covid-19-Fällen in Australien helfen: „Es gibt keine Daten die so etwas in Australien untermauern können. Die Impfung macht in Bezug auf das Gesundheitswesen keinen Unterschied.“ Das stellte der Milliardär trocken fest. Ob er seine Meinung jetzt geändert hat, darf bezweifelt werden.

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