Impfbetrug! Mann lässt sich zehn Mal gegen Corona impfen – und kassiert ab

Die Impfungen gegen das Coronavirus beschäftigen die Menschen weltweit. Überall gibt es Skeptiker und sogar Menschen, die ihre Impfausweise fälschen. In Neuseeland soll ein Mann gegen Bezahlung zehn Mal an nur einem Tag geimpft worden sein. Wie das möglich ist? In Neuseeland gelten andere Regeln.
Corona-Impfung Düsseldorf
Foto: Federico Gambarini/dpa

Ein Mann in Neuseeland soll gegen Geld bis zu zehnmal an nur einem Tag eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Der Mann sei vermutlich von anderen dafür bezahlt worden, berichtete das Nachrichtenportal „Stuff“ am Samstag. Wo genau dieser Betrug stattfand und wie er entdeckt wurde, war zunächst nicht bekannt. In Neuseeland müssen sich Impfwillige nicht ausweisen.

Das Gesundheitsministerium zeigte sich besorgt und strengte Ermittlungen an. Ärzte bezeichneten laut „Stuff“ das Verhalten sowohl des Mannes als auch derjenigen, die ihn für das Impfen bezahlten, als „gefährlich, dumm und egoistisch“.

Gerade wegen der kursierenden Delta-Variante des Virus sei eine Impfung wichtig, hieß es. Eine Ärztin fügte an, am ersten Tag nach der Impfung dürfte es dem Mann nicht sonderlich gut gegangen sein. Das Gesundheitsministerium riet allen Menschen, die mehr Dosen als empfohlen erhalten haben, so schnell wie möglich ärztlichen Rat zu suchen.

Viele Geschäfte und Einrichtungen in Neuseeland verlangen für den Zutritt einen Nachweis über eine vollständige Impfung. Etwa 89 Prozent der Neuseeländer sind vollständig geimpft. Bei einer Bevölkerung von 5 Millionen Menschen gab es seit Beginn der Pandemie etwa 12 500 Infektionsfälle und 46 Tote.

Mehr News zum Thema:

dpa