IKEA-Mitarbeiterinnen im Bad gefilmt! Mitarbeitern fällt WC-Kamera nach sechs Jahren auf

Über sechs Jahre hing ein Überwachungskamera in einem Bad von IKEA-Mitarbeitern – nun hat das Unternehmen reagiert.
Foto: Tanasan Sungkaew/shutterstock
Solche Wände werden viele kennen – ein Blick in eine IKEA-Filiale. Foto: Tanasan Sungkaew/shutterstock
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Solche Wände werden viele kennen – ein Blick in eine IKEA-Filiale. Foto: Tanasan Sungkaew/shutterstock

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IKEA wurden über zwei Jahre in Toilettenräumen gefilmt. Das hat das Unternehmen nun eingeräumt und sich dafür entschuldigt. In zwei WCs waren die Überwachungskameras aktiv – erst nach fast sechs Jahre ist den Mitarbeitern das Ganze aufgefallen.

In einem Bericht von IKEA, der dem Portal „Ladbible“ vorliegt, bestätigt IKEA, dass im November 2015 in insgesamt zehn Toilettenräumen Kameras installiert wurden. Offenbar wurde vermutet, dass Mitarbeiter dort Drogen konsumieren – deswegen wurde die Entscheidung gefällt. Davon waren die IKEA-Mitarbeiter in einem Verteilungszentrum in der englischen Stadt Peterborough betroffen.

Kameras fallen sechs Jahre nach Anbringung auf

Demnach sei bei der Installation der Kameras in zwei Fällen etwas schiefgelaufen. Dadurch kam es dazu, dass die Gemeinschaftsräume in einem Damen- und einem Herren-WC gefilmt wurden. Welche Art Aufnahmen in dem Zeitraum von zwei Jahren dabei gemacht wurden, ist nicht bekannt. Bis 2017 war die Kameras in Betrieb. Danach waren noch vier weitere Jahre angebracht, filmten aber nichts mehr.

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Im September 2021 war Mitarbeitern des Verteilungszentrum eine Kamera aufgefallen. Das brachte den Stein der Ermittlung ins Rollen. IKEA hat sich im Rahmen des nun veröffentlichten Berichtes „aufrichtig entschuldigt“, heißt es. Das Unternehmen hat aber erklärt, dass dabei keine Aufnahmen innerhalb von WC-Kabinen vorgenommen wurden.

Drogen-Verdacht soll zur Installation geführt haben

„Unsere Absicht beim Installieren der Kameras war es, die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter sicherzustellen. Aber wir haben Verständnis dafür, dass es für Aufregung gesorgt hat, dass Kollegen unwissentlich in diesen Umständen gefilmt wurden. Dafür wollen sich uns aufrichtig entschuldigen“, erklärte das schwedische Unternehmen.

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„Die Installation der Kameras war eine Folge von Vermutungen, dass vor Ort Drogen konsumiert werden. Das hätte, mit Blick auf die vor Ort vorgenommenen Arbeiten, die Sicherheit unserer Mitarbeiter in Gefahr bringen können. Den Bericht hat IKEA nun auch an eine Datenschutz-Kommission weitergegeben, die sich mit den Erkennissen befassen soll.