Hund wartet an Straßenrand auf Frauchen
Foto: Anuchit Uncharoen/Facebook

Dass Hunde treue Tiere sein können, ist nicht neu. Eine Geschichte aus Thailand hat es so aber wohl noch nie gegeben. Dort wartete ein Vierbeiner ganze vier Jahre lang auf sein Frauchen. An ein und derselben Stelle.

Es sollte ein Besuch bei Verwandten werden, doch bei einem Stopp an einer Tankstelle muss es passiert sein. BonBon, so der Name des Hundes, muss etwas gesehen haben und aus dem Auto gesprungen sein. Anders könne sich sein Frauchen sein Verschwinden einfach nicht erklären, berichtet das Nachrichtenportal „Asia One“. Sie hätte noch nach ihm gesucht, ihn aber nicht mehr finden können.

Vier Jahre ist das nun her, doch BonBon war keineswegs verschwunden. Stattdessen tauchte er offenbar nur wenig später wieder an der Straße auf, an der sein Frauchen Halt machte – und wartete dort geduldig auf seine Besitzerin. Irgendwann ist das dann auch einer Frau aufgefallen, die in der Nähe wohnt. Sie kümmerte sich um den Hund und wollte ihn bei sich aufnehmen.

Doch BonBon konnte sich damit nicht anfreunden, riss aus und setzte sich wieder an die Straße. Also versorgte die Anwohnerin ihn genau dort mit Futter und Wasser. Das wiederum hat Anfang September ein Facebook-Nutzer beobachtet und die Geschichte mit Fotos und einem Video über die sozialen Netzwerke verbreitet.

📢เมื่อวานพาลูกชายขับมอไซด์🛵เล่นประมาณ 17:30น.เจอพี่ผู้หญิงคนนึง เอาข้าวมาให้น้องหมา🐕ตัวในภาพแล้วก็นั่งคุยกะน้องหมา🐕…

Gepostet von Anuchit Uncharoen am Donnerstag, 5. September 2019

Und dann ist es passiert: Die eigentliche Besitzerin BonBons wurde auf die Geschichte aufmerksam und konnte ihr Glück kaum fassen. Sie kehrte sofort zu ihrem Hund zurück und dieser wedelte glücklich mit Schwanz, als er sein Frauchen wieder hatte.

Und dennoch wollte BonBon ganz offenbar nicht mit seinem Frauchen in seine alte Heimat zurückkehren. Also entschied man sich, dass ihn sein eigentliches Frauchen regelmäßig besuchen, er aber weiterhin von der Anwohnerin an der Straße versorgt wird. Diese will den Vierbeiner nach einer medizinischen Untersuchung ein zweites Mal bei sich aufnehmen. In der Hoffnung, dass BonBon dann auch bleibt.

Übrigens: Einen ähnlich herzzerreißenden Fall gab es vor wenigen Monaten auch in Griechenland. Dort will ein Hund den Unfallort seines tödlich verunglückten Herrchens einfach nicht verlassen.