Foto: MSPhotographic/Shutterstock.com (Symbolbild)
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Mehr als ein Jahr nach dem Gift-Tod eines 58-jährigen Mannes im münsterländischen Velen hat das Schwurgericht Münster am Montag drei Bekannte des Opfers zu Haftstrafen von siebeneinhalb, elf sowie 13 Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Die Richter sind davon überzeugt, dass das Trio den 58-Jährigen am 1. Mai 2018 besuchte und ihm dabei einen Kuchen schenkte, in das der Drogenersatzstoff Methadon verbacken war. Ziel sei es gewesen, das Opfer ruhig zu stellen, um es ausrauben zu können. Später sollen die Angeklagten ihrem Bekannten auch große Mengen Insulin gespritzt haben. Der Mann war später tot in seinem Wohnzimmer gefunden worden.

Im Prozess hatten alle drei Angeklagten ihre Beteiligung an der Tat eingeräumt, dabei jedoch jede Tötungsabsicht bestritten. Die Richter bestraften die beiden Männer und eine Frau am Ende auch nicht – wie angeklagt – wegen gemeinschaftlichen Mordes, sondern wegen Raubes mit Todesfolge und schwerer räuberischer Erpressung.

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(dpa)