Von San Diego im Süden bis fast zur Grenze von Oregon im Norden: Brände zerstören in Kalifornien viele Quadratkilometer Wald und zahlreiche Gebäude. Das größte Feuer ist zur Hälfte eingedämmt.

Feuerwehrleute haben im Kampf gegen Dutzende Busch- und Waldbrände in Kalifornien bei einigen Fortschritte gemacht und sind gleichzeitig mit neuen konfrontiert worden. In der Nähe von Los Angeles entstand am Samstag auf einem steilen Bergabhang oberhalb von Burbank ein Brand und Hubschrauber entluden Wasser, um ihn einzudämmen. Eine Hitzewelle hat den gesamten Westen der USA erfasst.

Im Bezirk Santa Barbara ließen die Winde nach, die zuvor einen Flächenbrand durch die Stadt Goleta getrieben hatten. Viele der 2500 Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten, dürften am späten Nachmittag zurückkehren, teilten Behörden mit. Feuerwehrchef Eric Peterson bedankte sich bei Anwohnern, die der Evakuierungsanordnung gefolgt waren. So hätten sich die Einsatzkräfte auf die Bekämpfung des Feuers konzentrieren können, sagte er. Feuerwehrleute löschten die schwelenden Ruinen von etwa 20 Gebäuden, darunter auch Häusern.

An der kalifornischen Grenze zu Oregon konnten Feuerwehrleute ein Feuer auf einer Fläche von 88 Quadratkilometern zunächst nur zu fünf Prozent eindämmen. Am Freitag hatten sie in einem von Flammen zerstörten Haus den Leichnam eines Anwohners gefunden. Weiter südlich nahe der Gemeinde Forest Falls bei Los Angeles kämpften die Behörden ebenfalls gegen einen Großbrand an. Wetterexperten registrierten dort morgens um 8.00 Uhr bereits Temperaturen von über 37 Grad.

Das größte Feuer in Kalifornien wütete nordwestlich von Sacramento auf einer Fläche von 357 Quadratkilometern und war zu mehr als 50 Prozent eingedämmt. Ein Brand im San-Bernardino Nationalwald blieb auf eine Fläche von etwa vier Quadratkilometern beschränkt. Auch im Bezirk San Diego griffen Feuer um sich.

Ein Löschflugzeug aus Oregon traf in Kalifornien ein, um bei der Brandbekämpfung zu helfen. Vorhersagen zufolge sollten die Temperaturen zwar über das Wochenende sinken. In den Bergen nordöstlich von Los Angeles, wo auch Forest Falls liegt, sollten aber Hitzegewitter und Regenfälle auftreten – die Behörden warnten vor möglichen Sturzfluten. (dpa)