Fast 400.000 User haben sich der Gruppe „Fridays for Hubraum“ auf Facebook angeschlossen, darin wurde in erster Linie aber gehetzt. Nun ist sie zumindest vorübergehend nicht mehr zugänglich, die Administratoren haben eingegriffen.

Der Spruch hatte eigentlich einen Satire-Hintergrund, SWR3 hatte „Fridays for Hubraum“ ins Leben gerufen. Zunächst als Scherz gedacht, hat die Gruppe aber binnen kürzester Zeit eine  sehr fragwürdige Entwicklung genommen.

Die Posts drehten sich zu größten Teil nur um eins: Hass. Im Mittelpunkt vieler Attacken waren besonders Greta Thunberg, die 16 Jahre alte Umwelt-Aktivist aus Schweden, oder auch Angela Merkel.

Hier findet ihr noch einmal alle Informationen zu der Gruppe!

Mitglieder „erkundigten“ sich etwa über die Kosten für einen Auftragsmord, darauf gab es Antworten wie „Können wir doch gleich zusammenlegen aus der Gruppe, dann reicht es auch fürs ganze Parlament“ oder „Granate ins Auto kriegst hier schon für 5000“.

Und das, obwohl die Administratoren in der Gruppenbeschreibung davon sprachen, dem „Klima-Wahn mit Spaß entgegentreten“ zu wollen und sich dafür einsetzten, dass ein ordentlicher Umgangston gepflegt wird.

Dass diese Bitte nur ein frommer Wunsch geblieben ist, ist klar ersichtlich. Deswegen haben die Verantwortlichen nun auch gehandelt. Die Administratoren haben die Gruppe nun erst einmal „archiviert“, wie es im Facebook-Sprech heißt.

Somit können Nicht-Mitglieder vorerst die Gruppe nicht mehr sehen und dadurch auch nicht in diese eintreten – Mitglieder von „Friday for Hubraum“ bekamen hingegen eine Mitteilung der Administratoren vorgesetzt, können aber selbst keine Beiträge mehr verfassen.

Sie geben zu, dass sich „leider“ nicht alle an die „ganz klaren Regeln in dieser Gruppe“ gehalten haben. Beanstandet werden unter anderem die Morddrohungen und das Posten von „fragwürdigen Texten“ und „rechtem Gedankengut“.

Die Ankündigung: „Deshalb räumen wir auf! So geht das nicht. Danach ist die Gruppe wieder offen. Alle Anfragen werden kontrolliert und die Postings werden von uns kontrolliert.“ Dazu folgt noch die Ansage: „Rechte Hetze geht gar nicht.“ Die Einstellung einiger Gruppen-Mitglieder wird also klar seitens der Administratoren verurteilt.

Ein Appell betrifft außerdem noch Greta Thunberg, das Opfer vieler Verbalattacken in der Gruppe: „Kanalisiert eure Wut doch bitte nicht auf ein 16 Jahre alte Mädchen, was soll sowas?“. Die Reaktion der Verantwortlichen klingt zunächst einmal passend.

Allerdings formieren sich aktuell schon „Ableger“ der bekanntesten Gruppe, so gibt es eine neue Seite mit identischem Namen, die bereits über 1000 Mitglieder hat. Darüber hinaus gibt es regionale Versionen wie „Fridays for Hubraum /Baden Württemberg /Karlsruhe und Umgebung“ oder „Fridays for Hubraum – NRW“.