Krankenwagen symbol platzhalter
Foto: Lukas Schulze/dpa

Fast eine Stunde lang suchen Taucher im eiskalten Wasser nach einem Jungen. Als sie ihn finden, wird er mit einem Hubschrauber in die Klinik geflogen. Dort kämpfen Ärzte vergeblich um sein Leben.

Ein achtjähriger Junge ist beim Spielen auf einem zugefrorenen See in Nordhessen eingebrochen und Stunden später im Krankenhaus gestorben. Taucher hätten das bewusstlose Kind etwa 50 Minuten nach dem Unglück am frühen Montagabend aus dem eiskalten Wasser geborgen, sagte ein Polizeisprecher in Eschwege am Dienstag.

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Der Junge wurde in lebensbedrohlichem Zustand mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik in Kassel geflogen, dort starb er kurz vor Mitternacht. Seine Eltern wurden seelsorgerisch betreut.

Er war beim Spielen auf der dünnen Eisschicht des Rommeroder Sees bei Großalmerode-Rommerode im Werra-Meißner-Kreis etwa zehn Meter vom Ufer entfernt vor den Augen seines Spielkameraden eingebrochen und hatte sich nicht mehr selbst befreien können. Das andere Kind alarmierte laut Polizei Erwachsene, diese verständigten den Notruf.

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Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Mehrere Taucher suchten nach dem aus Großalmerode stammenden Jungen, auch ein Hubschrauber der Bundespolizei mit Wärmebildkamera war im Einsatz. Die Taucher fanden den Jungen etwa zehn Meter vom Ufer entfernt. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Todesursache und den Umständen des Unglücks.

Die Polizei warnte, dass es trotz der Plusgrade in einigen stehenden Gewässern noch geschlossene Eisdecken gebe, diese aber nicht mehr tragfähig seien. Es bestehe Lebensgefahr.

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Quelle: dpa