Herzmuskelentzündung: So groß ist das Risiko nach einer Corona-Impfung

Mehrere Studien haben unabhängig voneinander ein leicht erhöhtes Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Impfung festgestellt.
Intensivstation Uniklinik Essen
Mitarbeiterinnen in der Uniklinik Essen betreuen einen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Foto: Fabian Strauch/dpa
Intensivstation Uniklinik Essen
Mitarbeiterinnen in der Uniklinik Essen betreuen einen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Foto: Fabian Strauch/dpa

Gleich mehrere Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko einer Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Impfung hin. So sollen sowohl die „Nordische Studie“ aus Skandinavien, die noch nicht veröffentlicht ist, eine Studie aus Israel im „New England Journal of Medicine“ und Berichte der kanadischen Gesundheitsbehörde Public Health Ontario auf Nebenwirkungen hindeuten.

Betroffen sind davon vor allem junge Menschen. So wird bereits seit November in Island kein Moderna mehr verwendet, in Schweden und Finnland wird ein Stoff namens „Spikevax“ nicht mehr für Menschen unter 30 Jahren eingesetzt. In Norwegen und Dänemark gilt dies für Jugendliche unter 18 Jahren.

Der Direktor des finnischen Gesundheitsinstitutes Mika Salminen bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die „Nordische Studie“ herausgefunden habe, dass Männer unter 30 ein leicht erhöhtes Risiko für eine Herzmuskelentzündung, eine sogenannte Myokarditis, haben.

Die Studie aus Skandinavien soll in wenigen Wochen erscheinen, heißt es. Das „Ärzteblatt“ hat ebenfalls bereits über Fälle aus Dänemark berichtet. Dort traten bei 4,9 Millionen Menschen 69 Fälle einer Herzmuskelentzündung auf.

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