Foto: Shutterstock/Pradeep Thomas Thundiyil
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Nach einem brutalen Zwischenfall, bei dem eine Schülergruppe einen Polizisten attackiert hat, ermittelt das Landeskriminalamt in Hamburg wegen gefährlicher Körperverletzung. Schüler hatten den Beamten am Donnerstagnachmittag im Stadtteil Eimsbüttel in der Nähe der Ida Ehre Schule gegen den Kopf getreten, wie die Behörden berichteten.

Zuvor hatte der Polizist, der mit einem Fahrrad unterwegs war und im schulischen Umfeld tätig ist, einen Streit zwischen zwei Kindern zu schlichten versucht. Um die Streitenden hatte sich bereits eine größere Traube anderer Kinder und Jugendlicher gebildet.

Hamburg: Polizist vermutete Waffe bei 13-Jährigem

Ein der Polizei bekannter 13-Jähriger habe eine Hand unter der Jacke verborgen und auf mehrfache Aufforderung nicht herausgeholt. Deshalb habe der Polizist davon ausgehen müssen, dass der Junge bewaffnet sein könnte, hieß es von den Behörden. Der Beamte brachte den 13-Jährigen demnach gegen starken Widerstand zu Boden und wurde dann von zahlreichen weiteren Kindern und Jugendlichen bedrängt und attackiert.

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Die Stimmung bei dem Vorfall sei aufgeheizt gewesen und habe sich hochgeschaukelt, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Zwischenzeitlich seien mehr als 80 Schüler vor Ort gewesen, hieß es. Mehrere Tritte gegen den Kopf des Polizisten blieben nach Angaben der Ermittler nur deswegen ohne Folgen, weil der Beamte einen Fahrradhelm trug.

Zwei Streifenwagen nötig, um Situation mit Jugendlichen zu entspannen

Die Besatzungen von zwölf Streifenwagen eilten ihrem Kollegen demnach zur Hilfe und brachten die Situation schließlich unter Kontrolle. Zuvor seien Beamte auch beleidigt, bespuckt und angegriffen worden.

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Zwei 13-Jährige und ein 12-Jähriger wurden im Anschluss in Gewahrsam genommen und später ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Das für Jugendkriminalität zuständige Landeskriminalamt ermittelt nun auch wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung und Beleidigung.

Quelle: dpa