E-Scooter
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Immer wieder sorgen die aufkommenden E-Scooter in Innenstädten für Aufregung. Eine Großstadt hat nun reagiert und die Fahrzeuge vorläufig verbannt.

In der norditalienischen Metropole Mailand sollen E-Tretroller in Kürze aus dem öffentlichen Raum verschwunden sein – bis auf weiteres. Die Kommunalverwaltung habe die Verleiher am Mittwoch aufgefordert, die Fahrzeuge innerhalb von drei Tagen aus dem öffentlichen Raum abzuziehen, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Bei der Kommune war am Freitag zunächst keine Bestätigung dafür zu erhalten.

In Mailand kam dem Blatt zufolge der erste Anbieter von E-Tretrollern im Oktober 2018 auf den Markt. Im Juli hätten bereits sieben Anbieter E-Tretroller in der Stadt zur Verfügung gestellt – und das, obwohl erst Ende Juli eine offizielle Testphase der Stadt gestartet sei.

Bis die Stadt auf die neuen Fahrzeuge vorbereitet ist, also zum Beispiel alle nötigen Hinweisschilder angebracht sind, sollen die E-Tretroller erst mal weichen, wie der „Corriere“ weiter schrieb. Nach einem Unfall mit einem Fußgänger habe die Staatsanwaltschaft zudem Ermittlungen aufgenommen. In Deutschland sind die E-Tretroller seit zwei Monaten zugelassen.

In Großbritannien verstarb eine YouTuberin im Juli aufgrund eins Unfalls mit einem E-Roller. Auch in Deutschland sorgen die neuen Fahrzeuge immer wieder für Aufsehen: In Erkelenz fuhr ein Mann mit einem E-Roller sogar auf die Autobahn, weil er nicht auf den Zug warten wollte. Zu Tumulten samt Attacke auf die Polizei kam es in Erfurt bei der Kontrolle einer E-Scooter-Fahrerin. In Köln sorgten E-Roller-Fahrer in einer Nacht gleich reihenweise für Aufruhr, während in Solingen Drogen nun offenbar per E-Scooter geliefert werden.