Eine der vielen Erfolgsgeschichten des Internets: Im Frühjahr 2007 hat David Karp das Soziale Netzwerk Tumblr aufgebaut und die blogähnliche Plattform gehört seitdem für viele Teenager zu den beliebtesten Apps. Damit könnte nun aber Schluss sein – Schuld daran wäre auch Apple.

Mitte November hat Apple die iOS-App von Tumblr aus dem App Store geworfen: Der Grund dafür war, dass Apple – im Gegensatz zum Store der Android-Geräte – ein größeres Auge auf die Inhalte der Sachen hat, die sie in ihrem App Store anbieten.

Entsprechend sorgfältig kontrolliert das US-Unternehmen, das einst durch Steve Jobs berühmt wurde, unter anderem auch sexuelle Inhalte bei Apps. Das wurde dann Tumblr zum Verhängnis: Genaue Zahlen darüber, wie viel Pornografie über das Netzwerk publiziert wird, gibt es nicht.

Karp sprach einst von Zahlen unter fünf Prozent, andere Analysen berichten von über 20 Prozent – einen Ruf als Plattform, auf der Teenager viel über sich und ihre Sexualität entdecken können, hat Tumblr schon seit Jahren.

Während Facebook und Instagram immer wieder für die strikten Richtlinien gegen sexuelle Darstellungen kritisiert wurden, waren die Konkurrenten Tumblr und Twitter sehr locker. Umso größer war die Aufregung bei Usern, als Tumblr am Montag angekündigt hat, große Veränderungen im Umgang mit Pornografie einzuleiten.

Geschäftsführer Jeff D’Onofrio erklärte in einem Statement: „Posts, die Inhalt für Erwachsenen beinhalten, sind nicht mehr auf Tumblr gestattet und wir haben unsere AGBs angepasst, um diesen Kurswechsel einzuläuten.“

Dass die Veränderung den Eindruck erweckt, man wolle nur den eigenen Namen reinwaschen, kann man durchaus an der Äußerung erkennen: „Im Endeffekt gibt es keine Knappheit an Internetseiten mit Inhalt für Erwachsene. Wir werden es denen überlassen und unsere Bemühungen darauf legen, dass wir für unsere Community die bestmögliche Umwelt errichten.“

Auf Twitter sind viele User damit aber nicht einverstanden und nutzen die Konkurrenzplattform, um ihren Unmut – zum Teil auf ziemliche kreative Art – zu äußern.

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