Foto: Mirko Graul/shutterstock
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Grausames Verbrechen in der Abgeschiedenheit einer Talsperre in der Eifel: Zwei 35 und 36 Jahre alte Männer sollen einen etwa gleichaltrigen Mann mit einem Tau an die Anhängerkupplung ihres Kleintransporters gebunden und ihn mit Vollgas 500 Meter weit geschleift haben.

Anschließend nahmen sie ihm nach Angaben der Staatsanwaltschaft Aachen von Dienstag persönliche Gegenstände, Handy und Bargeld ab. Dann hätten sie ihn mit lebensgefährlichen Verletzungen an der Urfttalsperre im Kreis Euskirchen liegen gelassen.

Die beiden Tatverdächtigen sitzen unter anderem wegen versuchten Totschlags und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft, wie die Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts am Dienstag mitteilte.

Der Mann wurde den Angaben nach nur zufällig gefunden und dadurch gerettet. Ansonsten wäre er wahrscheinlich gestorben. Mittlerweile sagte er aber zu den Vorgängen aus. Der WDR hatte zuerst über den Fall berichtet.

Die Männer verschleppten das Opfer nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einer Nacht am ersten Aprilwochenende von dessen Zuhause aus auf der Ladefläche eines Kleintransporters. Sie brachten ihn zur Urfttalsperre in den Bereich eines an schönen Wochenenden viel genutzten Rad- und Wanderweges.

„Sie zogen ihn da raus und traktierten ihn mit stumpfer Gewalt“, sagte Schlenkermann-Pitts. Danach hätten sie ihrem Opfer ein dickeres Seil um den Oberkörper gebunden und das andere Ende an der Anhängerkupplung befestigt. Dann sollen sie Vollgas gegeben und den Mann 500 Meter weit mitgeschleift haben.

Zum Hintergrund der Tat und zur möglichen Beziehung zwischen mutmaßlichen Tätern und dem Opfer könne noch nichts gesagt werden. Die Staatsanwaltschaft machte auch noch keine Angaben dazu, ob die drei aus der Eifel stammen.

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(dpa)