Google Doodle Alexandre Dumas
Foto: Screenshot Google

Die Werke von Alexandre Dumas sind weltbekannt. „Die drei Musketiere“ oder „Der Graf von Monte Christo“ begeistern noch heute die Leser. Um Letzteres geht es im Google Doodle vom 28. August 2020.

Denn auf den Tag genau vor 176 Jahren, am 28. August 1844, veröffentlichte die Pariser Zeitung „Le Journal des débats“ den ersten Teil des Romans „Le Comte de Monte Cristo“. Und passenderweise wurde dieser in das Google Doodle eingebaut – als illustrierte Kurzversion.

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Nach dem Startbild, das Alexandre Dumas an seinem Schreibtisch – umringt von Anspielungen auf andere Werke, zum Beispiel „Der Mann in der eisernen Maske“ – zeigt, wird die Geschichte von Edmond Dantès erzählt: Der junge Seemann wird, ohne es zu wissen, in einen Komplott verwickelt. Um die Spuren zu verwischen, kommt er auf die Gefängnisinsel Château d’If. Dort freundet er sich mit einem Mithäftling an, der ihn daraufhin in Sprache und Wissenschaft unterrichtet. Parallel dazu versuchen beide, einen Weg in die Freiheit zu finden.

Erst nach 14 langen Jahren gelingt Dantès die Flucht. Alsbald macht er sich auf die Suche nach einem Schatz, dessen Ort – die Insel von Monte Christo – ihm sein Freund kurz vor dessen Tod noch mitgeteilt hat. Mit dem Schatz im Gepäck kehrt Dantès nach Frankreich zurück, um Rache an den Leuten zu nehmen, die ihn damals ins Gefängnis werfen ließen.

Google Doodle: Das Leben von Alexandre Dumas

Alexandre Dumas wurde am 24. Juli 1802 in Villers-Cotterêts, nordöstlich von Paris, als Dumas Davy de la Pailleterie geboren. Erst später nahm er den Namen Alexandre in Verbindung mit dem Nachnamen seiner Großmutter väterlicherseits, eine Frau afrikanischer Herkunft und ehemalige Sklavin im heutigen Haiti, an.

Allen rassistisch geprägten Widerständen zum Trotz war Dumas der erste Farbige im Kreis der französischen Literaten und gilt bis heute als einer der erfolgreichsten und beliebtesten französischen Autoren. Viele seiner rund 300 Werke erschienen als sogenannten Feuilletonromane, wurden also erst Stück für Stück in Zeitungen veröffentlicht, ehe sie als Buch erschienen.

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Im Jahre 1870 starb der trotz seines Erfolgs hoch verschuldete Alexandre Dumas im Alter von 68 Jahren. 2002, zu seinem 200. Geburtstag, wurden seine Gebeine ins Pariser Pantheon überführt – wohl nicht nur als Ehrung, sondern auch als Zeichen gegen den Rassismus, den Dumas zu Lebzeiten erfuhr und der bis in die heutige Zeit eine Rolle spielt.