Nach dem Tod eines von einem LKW überrollten Mann wurde dem 64-Jährigen mit einem Geisterrad gedacht – welches auf geschmacklose Art und Weise verschandelt wurde.

Der Unfall ereignete sich vor gut einer Woche in Berlin-Grunewald. Beim Versuch den LKW links zu überholen, kollidierte der Fahrradfahrer mit dem Sattelschlepper. Der Mann stürzte unter den LKW und wurde von dessen Hinterreifen überrolt, wie die Polizei mitteilte.

Wie bei solchen Unfällen üblich, wurde dem Mann an der Unfallstelle mit einem sogenannten „Geisterrad“ gedacht. Dabei wird ein weißgestrichenes Fahrrad aufgestellt, das zugleich als Gedenkstätte und Mahnmal für mögliche Gefahrenpunkte dient.

Wenig begeistert zeigte sich von diesem Geisterrad eine unbekannte Person, deren Aktion in Berlin zurzeit für Empörung sorgt. „Das war’s dann! Aus, vorbei“, steht in Großbuchstaben auf einem Plakat geschrieben, das der oder die Unbekannte mit Kabelbinder am Geisterrad befestigte. Doch damit nicht genug. Weiter heißt es: „Für einen der rücksichtslos rasenden Renn-Rowdies. Unser Mitgefühl gilt dem Schicksal des schuldlosen LKW-Fahrers.“

Twitter-User @georg_ teilte das Plakat und schrieb dazu: „Was sind das nur für armselige Menschen, die solche Schilder an Geisterräder von getöteten Radfahrern hängen?“ Die Netzgemeinde reagiert empört. „Das verdeutlicht nur, warum das Aufstellen der Geisterräder und all die Mahnwachen so wichtig sind. Lasst euch von solchen empathielosen Kreaturen nicht entmutigen“, sagt @lenn_rad.

„Schäbig“, „armselig“, „charakter- und herzlos“, sind weitere Adjektive, mit denen die Aktion der unbekannten Person beschrieben wird.

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