Foto: Carmen Jaspersen/dpa und Daniel Karmann/dpa
Foto: Carmen Jaspersen/dpa und Daniel Karmann/dpa

TV-Köchin Sarah Wiener hält es für unnütze Angeberei, ein Steak mit Blattgold zu verzieren. Fußballer Franck Ribéry hatte kürzlich ein Video von einem Stück Glitzerfleisch gepostet.

„Es ist keine Luxusküche. Es ist eine dekadente Schwachsinnsküche“, sagte die 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die Haute Cuisine habe mehr zu bieten. Da gehe es um Originalität, Kreativität und Geschmackskompositionen. Blattgold sei weder besonders kreativ noch geschmacklich wertvoll. „Selbst kulinarisch gibt’s dafür die Note 5 von mir“, sagte Wiener, die unter anderem ein Restaurant im Berliner Museum Hamburger Bahnhof betreibt.

Ribéry hatte ein Video aus Dubai gepostet, in dem ihm ein vergoldetes Steak serviert wird. Laut Sportdirektor des FC Bayern soll Ribéry dazu eingeladen worden sein. Der Fußballer erntete viel Kritik für das Video. Weil danach von seinem Twitter-Account obszön zurückgeschimpft wurde, legte ihm der Verein eine Geldstrafe auf.

 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Nusr_et#Saltbae (@nusr_et) am Jan 2, 2019 um 9:40 PST

Fernsehköchin Wiener sagte, man könne mit Geld prinzipiell machen, was man wolle. Die Art, das so zu zelebrieren und der Welt mitzuteilen, finde sie aber nicht nur dekadent, sondern „geradezu armselig“. „Wenn man betrachtet, wie viele Milliarden Menschen sich nicht einmal einen Fingerhut von diesem Steak leisten können.“

Erst im November machte Ribéry negativ auf sich aufmerksam, als er gegenüber einem französischen Journalisten handgreiflich wurde.

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!

(Mit Agenturmaterial (dpa))