Foto: Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis/dpa

Zweimal in kurzer Zeit haben angebliche Polizisten beziehungsweise ein gefakter Streifenwagen die echten Beamten beschäftigt: In Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischen Kreis) wurde zunächst ein als Polizeiauto umgestalteter Wagen mit mehreren Waffen darin aus dem Verkehr gezogen worden, wie die Ermittler berichteten.

Am Dienstagnachmittag sei den Beamten das unerlaubt mit gelb-blauen Folien beklebte Fahrzeug aufgefallen. Auf dem Dach war zudem eine nicht-eingetragene Leuchte angebracht. Im Fahrzeug des 27-Jahre alten Mannes entdeckte die Polizei außerdem den Softair-Nachbau eines Maschinengewehrs und einer Pistole sowie eine Gaspistole. Einen Waffenschein habe der Fahrer dafür nicht gehabt. Er soll in der Vergangenheit schon einmal einen derartig beklebten Wagen gehabt haben.

Mit diesem gefälschten Streifenwagen war der Mann unterwegs. Foto: —/Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis/dpa

Am frühen Mittwochmorgen gab sich zudem in Lünen ein 15 Jahre alter Jugendlicher als Kriminalbeamter aus und wollte zwei Männer kontrollieren. Die beiden 20-Jährigen trauten der Sache nicht und verlangten die Dienstausweise. Daraufhin drohten der angebliche Polizist mit einer Schreckschusspistole und holte zur Verstärkung einen mit einem Schlagstock bewaffneten Komplizen dazu.

Die falschen Polizisten flüchteten in einem Auto. Zudem schlug der 15-Jährige einem der vermeintlich kontrollierten Männer ins Gesicht. Wenig später griff die Polizei den 15-Jährigen sowie einen 17-Jährigen und 24-Jährigen auf. Bei den Männern fanden sie Marihuana sowie 6000 Euro bei dem 17-Jährigen, deren Herkunft unklar blieb.

Quelle: dpa