Foto: Shutterstock / UfaBizPhoto
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Für eine Frau aus dem spanischen Alicante wäre ein Schäferstündchen beinahe tödlich geendet. Nachdem sie das Sperma ihres Partners geschluckt hatte, bekam sie einen anaphylaktischen Schock und wurde mit Nesselsucht sowie schweren Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert.

Wie „The Sun“ berichtet, teilte die 31-Jährige, deren Identität nicht veröffentlicht wurde, den Ärzten ihre Allergie gegen Penicillin mit, beteuerte aber, nicht mit dem Antibiotikum in Berührung gekommen zu sein. Ein Trugschluss: Die Mediziner fanden heraus, dass ihr Partner vier Stunden vor besagtem Blowjob wegen einer Mittelohrentzündung Amoxicillin zu sich genommen hatte – ein Mittel, das Penicillin enthält und über das Sperma in ihren Körper gelangte. Die Frau wurde sofort mit Adrenalin sowie Steroiden behandelt und konnte nach sechs Stunden wieder normal atmen. Der gesamte Heilungsprozess dauerte aber eine Woche.

Susana Almera, die in den „British Medical Journal Case Reports“ einen Bericht zu dem ungewöhnlichen Vorfall veröffentlichte, rät allen Menschen mit ähnlichen Allergien dazu, sich über das Risiko zu informieren. Es sei zwar der erste Vorfall, in dem ein Blowjob zu einer solchen Reaktion geführt hätte, dennoch könnten bereits beim Küssen Arzneimittel übertragen werden. „Es gibt einige wenige Fälle von Überempflindlichkeitsreaktionen, die durch im Sperma übertragene Medikamente ausgelöst wurden. Bei empflindlichen Patienten kann es darüber hinaus aber zur Übertragung von Allergenen kommen. Als Mediziner halten wir es für wichtig, dass man sich dieser Gefahren sowohl bei der Diagnose als auch bei der Prävention anaphylaktischer Reaktionen bewusst ist“, sagte Almera der britischen Zeitung.

Der Patientin war die ganze Geschichte übrigens wohl etwas zu peinlich. Sie schwänzte ihren Kontrolltermin. Bleibt zu hoffen, dass ihr Partner die Ohrenentzündung inzwischen überwunden hat.

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