Weil er den Schuppen seiner Nachbarn in zwei Teile sägte, muss ein Mann in Norwegen für vier Monate hinter Gitter.

Ein Berufungsgericht in Oslo befand den ehemaligen Fondsmanager Arne Vigeland am Dienstag der Sachbeschädigung schuldig und verschärfte die in erster Instanz verhängte Strafe sogar noch. Der 44-jährige Vigeland muss umgerechnet 81.000 Euro Entschädigung zahlen sowie Gerichts- und Versicherungskosten übernehmen.

Vigeland hatte im Jahr 2010 ein Grundstück auf der Insel Nesoya 19 Kilometer südwestlich von Oslo gekauft. Im Laufe der Zeit staute sich bei ihm der Ärger über einen jahrzehntealten Schuppen seiner Nachbarn auf, der auf sein Grundstück ragte. Als seine Nachbarn im Jahr 2014 verreist waren, griff er zur Säge und teilte das Gebäude in zwei Teile.

Auch andere Nachbarn bekamen seinen Ärger zu spüren, wie die Richter erfuhren: Der Beschuldigte entfernte eine Steinmauer, zwei Bäume und mehrere Obststräucher.

Die Richter erklärten, auch eine sechsmonatige Haftstrafe wäre angemessen gewesen. Wegen Verzögerungen im Verfahren müsse er nun aber nur vier Monate ins Gefängnis. Der Nachbarschaftsstreit könnte aber auch noch bis vor das Oberste Gericht gehen – die höchste Instanz Norwegens.

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(AFP)