Frau wird des 50-Euro-Diebstahls bezichtigt – genau deswegen ist sie jetzt Millionärin

Eine US-Amerikanerin wurde in einem Supermarkt des Diebstahls bezichtigt. Eine Strafe bekommt sie aber nicht – ganz im Gegenteil: Jetzt ist sie Millionärin!
Foto: Tana888/Shutterstock.com (Symbolbild)
Foto: Tana888/Shutterstock.com (Symbolbild)

In den Vereinigten Staaten im US-Bundesstaat South Carolina hat eine US-Amerikanerin eine Schadensersatzzahlung in Höhe rund zwei Millionen Euro erhalten. Zuvor war sie ungerechtfertigt des Diebstahls bezichtigt worden. Lesleigh Nurse war mit ihrer Familie in einem Supermarkt einkaufen und wollte die Waren anschließend an einer Selbstbedienungskasse bezahlen. Dort aber funktionierte der Scanner nicht richtig, was die Frau schließlich dazu bewog, dies auch dem Personal mitzuteilen.

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Nachdem sie schließlich dachte, alles richtig gemacht und bezahlt zu haben, wollte sie mit ihrer Familie aufbrechen. Noch im Laden wurde sie aber schließlich von einem Hausdetektiv festgehalten – mit dem Vorwurf, elf Produkte nicht bezahlt zu haben. Unter anderem ein Laib Brot und Frühstückscerealien. Insgesamt belief sich der Wert der nicht bezahlten Waren auf rund 50 Euro.

Daraufhin wurde sie festgenommen und wegen Diebstahls angeklagt. Die Sache hätte dann vor Gericht enden können, wo Nurse auch vorstellig wurde. Allerdings niemand der Supermarkt-Kette Walmart. Kurz darauf bekam die Beschuldigte Post vom Unternehmen. Sie wurde aufgefordert, eine Strafe im dreistelligen Bereich zu zahlen. Zunächst war die Frau sogar bereit, die Strafe zu zahlen, dann aber besann sie sich. „Wofür zahlen, wenn ich doch gar nichts falsch gemacht habe?“, dachte sie sich. So zog sie einen Anwalt zu Rate.

Nicht der erste Fall bei der Supermarkt-Kette?

Der fand schließlich heraus, dass es offenbar nicht der erste Fall dieser Art bei der Supermarkt-Kette sei – das berichtet das Lokalportal „WKRG“. So sei es schon in mehreren Fällen vorgekommen, dass nach vermeintlichen Delikten Aufforderungen zu Strafzahlungen gestellt wurden.

Im Falle von Nurse war das Unternehmen zudem dem Bericht zufolge nicht bereit, das Überwachungsvideo freizugeben. Nurse warf dem Unternehmen daraufhin vor, ihren Ruf zu schädigen und sie aufgrund der Anschuldigungen daran zu hindern, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. So argumentierte auch ihr Anwalt.

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Diese Woche stimmte ihr schließlich eine Jury des Mobile County Circuit Court einstimmig zu und sprach ihr rund zwei Millionen Euro Schadensersatz zu. „Ich hoffe, dass es was gebracht hat“, sagte Nurse nach dem Urteil und nimmt damit Bezug darauf, dass sie anscheinend nicht die erste Kundin war, die zur Kasse gebeten wurde. „Ich möchte nicht, dass jemand anderes das noch einmal durchmachen muss.“