Habt ihr schonmal etwas vom „Poloch-Sonnen“ gehört? Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Gesundheitstrend, der zurzeit durch das Netz geistert.

Eine junge Frau aus Kalifornien, die sich auf Instagram „Metaphysical Meghan“ nennt, schwört auf ihre morgendliche Praxis: Dabei spreizt sie ihre Beine, hält die Zehen mit den Händen fest und richtet ihr Poloch Richtung Sonne aus. Ja, richtig gehört.

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Das Sonnen des Polochs soll eine Menge positiver Effekte mit sich bringen, wie Meghan erklärt: unter anderem besseren Schlaf, mehr Kreativität und mehr sexuelle Energie. 30 Sekunden dieser ungewöhnlichen Technik sollen bereits ausreichen, um genauso viel Sonnenlicht aufzunehmen als stünde man den ganzen Tag mit Klamotten im Sonnenlicht.

Meghan empfiehlt die Durchführung am Morgen. „Ich mache das Ganze jetzt seit ein paar Monaten“, erzählt Meghan. „Ich starte meinen Tag mit fünf Minuten Poloch-Sonnen und fühle mich stundenlang voll von Energie. Ich brauche keinen Kaffee mehr, um in den Tag zu starten, denn ich bekomme meine Energie von der Sonne.“

Wer die Influencerin nun für eine verrückte Ausnahme hält, irrt. Die Kalifornierin erklärt, dass es sich um eine Praxis aus dem Daoismus, eine chinesische Lehre, handelt. Zudem erwähnt „Metaphysical Meghan“ weitere Instagram-Accounts, von denen sie sich habe inspirieren lassen. Unter anderem „ra_of-earth“, der offenbar ebenfalls auf die Methode schwört:

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In den Kommentarspalten lassen sich unter dem Posting Meghans ein paar Interessierte finden. Hauptsächlich erntet sie jedoch Hohn und Spott: „Sieht aus, wie der Anfang eines Pornos“ oder „Ist das ein Satire-Account?“ ist dort zu lesen.

Das Online-Magazin „Whimn“ wollte es genauer wissen und befragte einen Arzt, ob diese Technik wirklich positive Effekte habe. „Was die Frau dort tut, ist absolut nichts, was irgendeinen Effekt auf Libido, Schlaf, Kreativität oder Fokus hat“, enttäuscht Dr. Sam Hay allerdings all diejenigen von euch, die bereits zum Ausprobieren ihre Hose ausgezogen haben. Der Allgemeinmediziner aus Australien weiter: „Ja, sich etwas Zeit für Achtsamkeit oder Meditation zu nehmen, kann für all diese Dinge nützlich sein. Aber es steckt kein magischer Nutzen darin, nackt zu werden und seinen Arsch in die Sonne zu halten.“ Schade eigentlich.