Hundeköder mit Nägeln
Foto: Polizeidirektion Lübeck

Eine Spaziergängerin hat am Strand in Grömnitz an der Ostsee einen schockierenden Fund gemacht. Ein fingerlanges Fleischstück war mit Nägeln und Schrauben durchbohrt.

Für die 49 Jahre alte Frau aus Bayern begann der Dienstagmorgen mit einem Schock. Als sie mit ihrem Labrador unweit der Wasserlinie am Hundestrand in Grömnitz einen Spaziergang machte, wurde sie auf ein fingerförmiges Stück Fleisch aufmerksam, das mit Nägeln und Schrauben durchbohrt wurde.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Hundeköder, der dort offenbar bewusst ausgelegt wurde, um die Vierbeiner ernsthaft zu verletzen. Die aufmerksame Frau brachte den Köder direkt zu einem nahegelegenen Posten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und informierte anschließend die Polizei.

Wie diese am Mittwoch mitteilte, haben die Beamten nun Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Ebenso wird um entsprechende Achtsamkeit am Hundestrand gebeten.

Auf welch perfide Ideen Menschen kommen, die Hunde oder andere Tiere gezielt mit präparierten Ködern verletzen wollen, zeigt auch ein widerwärtiger Fall aus dem vergangenen Jahr. Im Juni 2018 wurde in Solingen eine komplette Rinderzunge gefunden, die ebenfalls mit Nägeln gespickt und anschließend in einem Blumenbeet an einer angrenzenden Straße vergraben wurde.

Aufmerksame Zeugen konnten die Tat jedoch beobachten, sodass die Polizei noch am selben Abend eine tatverdächtige 61 Jahre alte Frau mit auf die Wache nehmen konnte. Bleibt also zu hoffen, dass die Polizei dem Täter auch in Grömnitz möglichst schnell auf die Spur kommt.