Frau fälscht Impfpass und infiziert sich ohne Impfung mit Corona – jetzt ist sie tot

Sie hat sich einen gefälschten Impfpass besorgt – nun ist eine 57 Jahre alte Frau tot. Sie starb nach einer Corona-Infektion, auch weil ihre Ärzte davon ausgingen, sie sei geimpft.
Corona-Impfung Impfgegner
Impfung? Nein, danke! Ein Mann verweigert die Corona-Impfung (Symbolfoto). Foto: Shutterstock/Anishka Rozhkova

Ein gefälschter Impfpass sollte dokumentieren, dass sie sich gegen Corona hat impfen lassen. Genau, dass sie es nicht getan hat, hat für eine 57-Jährige und ihre Familie nun verheerende Konsequenzen. Denn sie ist nun nach einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben.

Wie der französische TV-Sender „BFMTV“ berichtet, beteuerte die Frau noch, als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, dass sie vollständig geimpft sei. Um dies zu bestätigen, zeigte sie ihren Impfpass. Allerdings stellte sich anschließend heraus, dass der Impfpass gefälscht war und sich die Patientin nie einer Corona-Impfung unterzog.

Dass sie in Bezug auf ihren Impfstatus falsche Angaben machte, ist aber nicht nur moralisch zweifelhaft. Es hatte auch direkten Einfluss auf ihre Behandlung im Krankenhaus. Denn wie der Leiter der Intensivstation des Krankenhauses in Garches, Djillali Annane, bestätigte, gibt es Anpassungen im medizinischen Vorgehen, wenn ein Patient vollständig geimpft ist.

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So sei es üblich, dass ungeimpfte Patienten neutralisierende Antikörper verabreicht bekommen, um der Corona-Infektion und ihren Folgen entgegenzuwirken. Die Ärzte gingen allerdings aufgrund des gefälschten Impfpasses davon aus, dass die Impfung in Bezug auf ihren Antikörper-Haushalt schon vorgebeugt hätte.

Covid-Tote mit gefälschtem Impfpass – sie hatte keine Vorerkrankungen

Die Patientin hatte keine Vorerkrankungen. Ihr Zustand verschlechterte sich aber schnell. Bei der 57-Jährigen führte die Infektion dazu, dass sie mit einer schweren Atemwegserkrankung zu kämpfen hatte. Den Kampf mit den Folgen der Covid-Infektion verlor sie aber und verstarb.

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Dass eine scheinbar vollständig geimpfte Person so schwer mit den Folgen einer Corona-Infektion zu kämpfen hat, machte das medizinische Personal stutzig. Die Patientin beteuerte aber lange, sie sei – wie im Impfpass angegeben – doppelt geimpft. Die Ärzte nahmen weitere Untersuchungen vor, um sich ein Bild vom Antikörper-Haushalt der Frau zu machen und mögliche Vorerkrankungen doch zu erkennen.

Antikörperwerte niedrig – dann gab der Mann Impf-Schwindel zu

Diese ergaben, dass die Antikörperwerte auffällig niedrig gewesen seien. Damit haben die Ärzte dann der Mann der Verstorbenen konfrontiert, der letztlich zugab, dass der Impfpass gefälscht sei. Seine Frau habe sich nie gegen Corona impfen lassen. Um ihren Job als Empfangsdame zu behalten, habe sie sich aber mit einem gefälschten Impfpass ausgestattet.

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Der Mann fand daraufhin klare Worte: „Wenn wir gesagt hätten, dass meine Frau nicht geimpft wurde, hätte sie gerettet werden können. Sie wollte es aber nicht.“ Offenbar hatte sie Sorge davor, welche Konsequenzen ihr gedroht hätten, wäre der Impf-Schwindel aufgeflogen. Arzt Annane warnt davor, dass Patienten aus diesen Gründen ihre Gesundheit aufs Spiel setzen: „Verschweigen Sie den Ärzten nichts! Ein gefälschter Impfausweis schützt nicht vor dem Virus.“ Im Gegenteil: Er könne die behandelnden Ärzte gar in die Irre führen.