Pilot im Cockpit
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Ein Pilot, der bei einem
Unfall in Russland vor sechs Jahren 50 Menschen in den Tod riss, hatte nach
Erkenntnissen der Ermittler keine gültigen Papiere. Er habe falsche Angaben
gemacht, um eine Flugerlaubnis zu bekommen.

Das teilte das
Ermittlungskomitee am Donnerstag in Moskau mit. Die Behörden hatten es demnach
2009 versäumt, die Angaben des Pilotenausweises zu überprüfen. So sei es
möglich gewesen, dass der Mann „ohne Grundkenntnisse und Erfahrungen“ ein Flugzeug gesteuert habe.

Die Boeing 737-500 war
im November 2013 beim Anflug auf den Flughafen der russischen Stadt Kasan hart
auf der Landebahn aufgeschlagen. Die Maschine ging in Flammen auf. Es gab keine
Überlebenden.

Das Flugzeug der Gesellschaft Tatarstan
Airlines war auf dem Weg von Moskau nach Kasan an der Wolga. Die Stadt liegt
etwa 700 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt. Dem Unternehmen wurde nach
dem Vorfall die Betriebserlaubnis entzogen.

Die Ermittler machten
Pilotenfehler für das Unglück verantwortlich. Es seien zudem die für Notfälle
vorgesehenen Vorschriften nicht beachtet worden, hieß es in dem Bericht.

Quelle: dpa