Gulfstream 450 Flugzeug Privatjet
Foto: Shutterstock/Dr Ajay Kumar Singh

Selten kann man eine Kollision zwischen zwei Flugzeugen als „kurios“ bezeichnen – in diesem Fall passt es aber schon. Ein 40 Millionen Euro teurer Privatjet wurde von einem Passagierflugzeug gerammt und das mitten auf einem komplett verlassenen Rollfeld.

Wie die britische Zeitung „Metro“ berichtet, stand der Privatjet vom Typ Gulfstream G450 am Wattay International Airport in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, als es plötzlich zu der Kollision gekommen ist.

Ein Airbus A330 von Thai Airways war voll besetzt und dabei, sich auf den Weg zur Startbahn zu machen. Ein Moment der Unaufmerksamkeit seitens des Piloten führte dann dazu, dass der Airbus in die andere Maschine fuhr und dabei das Leitwerk des Privatjets abriss.

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In der Passagiermaschine befanden sich zum Zeitpunkt der Kollision 79 Fluggäste und 13 Mitglieder der Crew. Der Pilot nutzte seine Maschine im Anschluss an den Crash stoppen, für den Airbus ging es nicht mehr weiter.

Die Passagiere mussten daraufhin die Nacht im Hotel verbringen und bis zum nächsten Tag warten, ehe es für sie endlich in die Luft ging. Ursprünglich war geplant, dass sich der Flug HS-TEU um 20.30 Uhr Ortszeit in Richtung Bangkok aufmacht – daraus wurde aber nichts.

Piloten konnten kaum noch etwas sehen – was ist mit diesem Flugzeug passiert?

Zum Glück hat es aber bei dem Zusammenstoß bei niedriger Geschwindigkeit aber keine Verletzten gegeben, das bestätigte Thai Airways in einer Stellungnahme. „Das Unternehmen wird Mitarbeiter damit beauftragen, den Zwischenfall zu untersuchen“, erklärte die Fluggesellschaft zudem.

Auf einem Video, das offenbar auf dem Rollfeld aufgenommen wurde, ist die kuriose Szenerie zu sehen: Beide Maschinen stehen unmittelbar nebeneinander, das Leitwerk der deutlich kleineren Maschine hängt dabei fast vollständig abgerissen auf der rechten Seite:

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Für Unverständnis sorgte der Zusammenstoß bei einem Flughafen-Mitarbeiter: „Am Flughafen war eigentlich nichts los, von daher weiß ich nicht, wie es dazu kommen konnte.“ Auch auf dem Bildmaterial ist weit und breit keine andere Maschine zu sehen.

Offenbar wird eine Versicherung die Reparaturkosten übernehmen, das könnte aber durchaus teuer werden. Immerhin kostet ein solcher Privatjet rund 35 Millionen Euro. Wie auf dem Video gut zu sehen ist, fehlt der Maschine mit dem Leitwerk quasi der „Kopf“ – die fälligen Arbeiten dürften daher aufwändig werden.