Flugzeug-Absturz mit 66 Toten – weil der Pilot an Bord geraucht hat?

Ein Flugzeug mit 66 Menschen an Bord stürzt ins Mittelmeer – alle sind tot. Ist ein rauchender Pilot Schuld an der Katastrophe?
EgyptAir MS804 Flugzeugabsturz
2016 stürzte die EgyptAir-Maschine ins Mittelmeer, 66 Menschen starben. Hier sind gefundene Teil der Maschine zu sehen. Foto: EPA/EGYPTIAN DEFENCE MINISTRY / dpa - Bildfunk
EgyptAir MS804 Flugzeugabsturz
2016 stürzte die EgyptAir-Maschine ins Mittelmeer, 66 Menschen starben. Hier sind gefundene Teil der Maschine zu sehen. Foto: EPA/EGYPTIAN DEFENCE MINISTRY / dpa - Bildfunk

Ein Flugzeug, das einfach so vom Radar verschwunden ist und ins Mittelmeer abgestürzt ist. Der Absturz des EgyptAir-Fluges MS804 hat für große Bestürzung gesorgt. 66 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Allerdings rätselten die Verantwortlichen lange um die Umstände des Absturzes – nun gerät der Pilot in den Fokus.

Weltweit machte sich im Mai 2016 Bestürzung breit, als die Meldung des Absturzes einer EgyptAir-Maschine im Mittelmeer die Runde machte. Eigentlich war die Maschine vom Flughafen Charles de Gaulle in Paris nach Kairo unterwegs. Sie stürzte aber zwischen Kreta und Nordafrika im Mittelmeer ab. Dabei kamen alle 66 Menschen, die mit der Maschine unterwegs waren, ums Leben.

Sechs Jahre rätseln über die Ursache

Über sechs Jahre war allerdings die Ursache für den plötzlichen Absturz komplett unklar. Nicht nur die Hinterbliebenen rätselten darum, was mit der Maschine geschehen war. Auch die Experten von der Flugfahrttechnik konnten lange keinen Grund ausmachen, wieso das Flugzeug nicht gerettet werden konnte.

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Nun liegt der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ ein neuer Bericht der französischen Luftfahrt-Behörde vor. Sie wurde mit der Aufarbeitung betraut. In diesem Bericht wird einer der verstorbenen Piloten des EgyptAir-Fluges schwer belastet. Er soll offenbar an Bord geraucht haben. Das ist nicht nur für die Passagiere, sondern auch für Crewmitglieder längst strengst verboten.

Sorgte eine Zigarette für die Katastrophe?

Offenbar hat die Zigarette, die er während des Fluges rauchte, dafür gesorgt, dass ein Feuer im Cockpit des Flugzeuges ausbrach. Demnach sei eine der Sauerstoffmasken defekt gewesen. Dadurch soll Atemgas ausgeströmt sein. In Verbindung mit der brennenden Zigarette soll das für den Brand gesorgt haben. Dieser hat sich das offenbar immer weiter ausgebreitet, sodass eine Notsituation im Flugzeug entstand.

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Kurz nach dem Absturz wurde in erster Linie vermutet, dass der Absturz durch einen Anschlag auf das Flugzeug herbeigeführt wurde. Behörden konnten diese Theorie über Jahre nicht abschließend entkräften, weil die Ursache nicht aufgeklärt werden konnte. Nun liegt der Fokus klar auf dem Piloten. Gegen ihn könnte postum, sollte sich der Verdacht erhärten, ein Verfahren von den französischen Behörden wegen Totschlages eingeleitet werden. 15 der 66 Personen an Bord der Maschine kamen aus Frankreich.