Cockpit Cessna
Foto: Shutterstock/CaseyFotos

Notruf aus schlappen 1900 Metern Höhe: Gleich in der allerersten Unterrichtsstunde hat der australische Flugschüler Max Sylvester eine kleine Cessna sicher nach unten gebracht – gezwungenermaßen.

Der Mann Mitte 30 meldete sich nach Medienberichten vom Montag beim Tower an, weil sein Lehrer mitten im Flug plötzlich bewusstlos geworden war. Mit Hilfe eines Fluglotsen gelang es ihm am Samstag, auf einem kleineren Flughafen der westaustralischen Großstadt Perth sicher zu landen. Der Fluglehrer wurde indes sofort zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Am Montag wurde der Mitschnitt des Gesprächsverkehrs zwischen dem Tower des Flughafens Jandakot und dem Flugschüler veröffentlicht. Sylvester wirkt dabei erstaunlich ruhig. Über seinen bewusstlosen Lehrer sagt er: „Er lehnt an meiner Schulter. Ich versuche, ihn aufrecht zu halten, aber er fällt immer wieder runter.“ Dann fragt ihn der Tower: „Wissen Sie, mit einem Flugzeug umzugehen?“ Die Antwort: „Das ist meine erste Stunde.“

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Der Lotse versuchte anschließend, Sylvester Mut zuzusprechen: „Sie machen einen echt großartigen Job. Ich weiß, dass das Stress bedeutet. Aber wir helfen Ihnen, runterzukommen.“ Auf dem Flughafen rückten sicherheitshalber Feuerwehr und Krankenwagen aus. Die Rettungskräfte mussten aber gar nicht erst eingreifen. Dem Flugschüler gelang nach Angaben von Augenzeugen – darunter auch seine Frau und drei Kinder – eine nahezu perfekte Landung.

Der Leiter der Flugschule, Chuck McElwee, sagte, in 30 Jahren habe er so etwas wirklich noch nie gesehen. „Man hofft, dass es gut ausgeht. Und dieses Mal hat es geklappt.“ Der Fluglehrer ist seinen Angaben zufolge in einem stabilen Zustand, nähere Angaben machte er jedoch nicht. Übrigens: Sylvester erhielt eine Bescheinigung über seinen ersten Solo-Flug. Die hat er sich aber auch verdient!

Quelle: dpa