Flughafen-Chaos in Deutschland – aber ein Unternehmen profitiert enorm

Das Flughafen-Chaos belastet Verantwortliche und Passagiere. Aber für ein Unternehmen könnte es gerne noch länger andauern.
Flughafen Düsseldorf Chaos
Passagiere stehen vor den Schaltern im Flughafen Düsseldorf in Schlangen und warten auf die Abfertigung. Foto: David Young/dpa
Flughafen Düsseldorf Chaos
Passagiere stehen vor den Schaltern im Flughafen Düsseldorf in Schlangen und warten auf die Abfertigung. Foto: David Young/dpa

Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Deutschen derzeit so wie das Flughafen-Chaos. Doch es gibt ein Unternehmen, das davon profitiert: Durch die Streichung innerdeutscher Flugverbindungen steigt das Fahrgastaufkommen bei der Deutschen Bahn.

„Immer mehr Menschen nutzen in der aktuellen Lage innerdeutsch die Bahn statt den Flieger“, sagte ein Bahn-Sprecher dem Magazin „Der Spiegel“. Sprinter-Züge entlang der innerdeutschen Flugstrecken sind dem Bericht zufolge zu 40 Prozent stärker ausgebucht, viele Tickets kaufen die Airlines dabei als Ersatz für gestrichene Flüge.

Deutsche Bahn: 40 Prozent plus dank Flughafen-Chaos

Im Mai nutzten nach Bahn-Angaben täglich mehr als 20 000 Fahrgäste die Sprinter. „Dies ist ein sattes Plus von über 40 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019“, so der Bahn-Sprecher. Sprinter-Verbindungen nach Berlin von München, Frankfurt und aus Nordrhein-Westfalen seien derzeit sehr gut gebucht.

„Die Vorbuchungen für Juli/August setzen den Sprinter-Boom klar fort“, sagte der Sprecher. Viele Zugfahrten werden demnach von den Airlines selbst gebucht, unter anderem, wenn ein Flug gestrichen und die Passagiere auf den Zug umgebucht werden.

„Einen großen Einfluss auf den Zuwachs an Fahrgästen haben auch die Kooperationen mit unseren Partner-Airlines“, hieß es. So seien von April bis Juni mehr als doppelt so viele Flugreisende im Rahmen der Kooperationsangebote in Zügen unterwegs als noch im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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dpa