Foto: Melnikov Sergey/Shutterstock.com
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Wer backt die schönste schräge mehrstöckige Torte – genannt Topsy Turvy? Drei Promis müssen im Finale vom großen Sat.1-Promibacken unter anderem diese Aufgabe meistern. Für eine Finalistin hat ihr Back-Erfolg ungeahnte Nebenwirkungen.

Glänzende Glasuren, perfekte Buttercreme und jede Menge Stress: Sechs Wochen sind Prominente an Rührschüssel und Backofen ordentlich ins Schwitzen gekommen. Evi Sachenbacher-Stehle, Ingolf Lück und Jasmin Wagner, besser bekannt als Blümchen, backen nun um den Goldenen Cupcake und 10.000 Euro für die gute Sache. Am Mittwoch (20.15 Uhr) treten sie bei Sat.1 im Finale von „Das große Promibacken 2019“ gegeneinander an.

Die frühere Biathletin Sachenbacher-Stehle überzeugte die Jury nahezu jede Woche mit ihren Backkünsten – und war früher auch schon in anderen TV-Shows erfolgreich. „Wenn ich etwas mache, will ich es perfekt machen. Der Biss und dass man es unbedingt schaffen will, ich glaube, das kommt schon vom sportlichen Ehrgeiz“, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur vor dem Finale. Besonders stolz ist sie auf eine Torte in Igel-Form. „Den Igel fand ich besonders schön und vorher beim Üben war er immer ein bisschen schräg und schief.“

Schräg und schief? Das wäre im Fall der Fälle bei der strengen Jury wohl nicht gut angekommen. Selbst ambitionierte Hobby-Bäcker staunen mitunter über die Kriterien bei der Kuchen-Verkostung. So legten die Juroren Bettina Schliephake-Burchardt und Christian Hümbs vor einer Verkostung von Biskuitrollen das Lineal an, um den Durchmesser ganz genau zu überprüfen.

Auch die Aufgaben selbst haben mit einem normalen Marmorkuchen wenig zu tun. Gefragt waren zum Beispiel ein Croque-en-Bouche (ein französischer Windbeutelturm) und eine farbige Schachbrett-Torte. Bei einigen Aufgaben habe man vorher schon ein bisschen üben können, erzählt Sachenbacher-Stehle. Aber die Rezepte aus den technischen Prüfungen kannten die Promis vorher nicht. „Da stand manchmal oben etwas auf dem Rezept, das kannte man gar nicht richtig. Da hat man gar kein Ziel vor Augen und weiß nicht, worauf es am Ende ankommt“, sagt die 38-Jährige.

Aber zumindest bei ihr klappte es dann am Ende doch immer – auch, wenn sie im Halbfinale noch mit Gelatine-Klümpchen in der Schillerlocken-Sahne zu kämpfen hatte. Etwas abenteuerlicher sah das im Laufe der Staffel immer mal wieder bei Komiker Ingolf Lück aus. Er ist für viele Zuschauer DIE Überraschung – schließlich hatte Lück vorher offenbart, noch nie wirklich gebacken zu haben. Trotzdem überzeugte er immer wieder und steht im Finale – dort macht Lück dann zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Soufflé.

Ausgeschieden aus der Show, deren mehr als dreistündiges Halbfinale in der vergangenen Woche im Schnitt 1,95 Millionen (6,8 Prozent Marktanteil) sahen, sind etwa Ex-Box-Profi Axel Schulz und Musiker Gil Ofarim. Die niederländische Moderatorin Marijke Amado äußerte schon ganz zu Beginn der Staffel Zweifel an ihrem Können – schließlich backe man in ihrer Heimat nicht, man frittiere. Und für Finalistin Sachenbacher-Stehle hat der Erfolg auch ungeahnte Nebenwirkungen: „Ich stehe jetzt total unter Druck, soll bei Kita- und Familienfeiern tolle Torten mitbringen“, scherzt die Mutter zweier kleiner Mädchen.

Am Mittwoch wird Moderatorin Enie van de Meiklokjes dann noch ein letztes Mal in dieser Staffel sagen: „Auf die Plätzchen, fertig, backt!“ Wer die drei Aufgaben – ein Soufflé, Crostata mit Apfel-Zimt-Füllung und als Höhepunkt eine schräge mehrstöckige Torte namens Topsy Turvy – am besten meistert, darf sich dann „Deutschlands bester Promibäcker“ nennen. Wagner – also Blümchen – gab sich vorab in einer Mitteilung philosophisch. „Backen ist wie das Leben. Man weiß nie, was passiert, und wenn man sich zu sicher ist, kriegt man die Backklatsche ins Gesicht.“

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(dpa)