FFP2-Masken Apotheke
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Mission ist klar. Risiko-Patienten sollen während der Corona-Pandemie besser geschützt werden und sollen deshalb kostenlose FFP-2-Masken erhalten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Verteilung der Masken.

Wann werden die FFP2-Masken kostenlos ausgegeben?

Vom 15. Dezember 2020 bis zum 6. Januar 2021 konnten rund 27 Millionen Deutsche aus Corona-Risikogruppen die ersten kostenlosen FFP2-Masken erhalten. Dazu trat eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums in Kraft. Die Ausgabe der Schutzmasken erfolgte in einem stufenweisen Verfahren.

Seit dem 1. Januar 2021 sollen Betroffene von der Krankenkasse Gutscheine für zweimal je sechs Masken mit einem Eigenanteil von 2 Euro bekommen.

Wo gibt es die kostenlosen FFP2-Masken? Und wer bekommt sie?

Im ersten Schritt konnten über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen. Zum Abholen war bis zum 6. Januar 2021 Zeit. Dazu genügte die Vorlage des Personalausweises „oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen“. Zur Abholung konnte auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Im zweiten Schritt (ab 1. Januar 2021) können diese Menschen zwölf weitere Masken gegen die Gutscheine der Krankenkasse und dem zu entrichtenden Eigenanteil (2 Euro pro sechs Masken) erhalten.

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Und um welche chronischen Krankheiten geht es? Chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale, chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, zerebrovaskuläre Erkrankung, insbesondere Schlaganfall, Diabetes mellitus Typ 2, aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankungen, eine Therapie, die die Immunabwehr beeinträchtigen kann oder eine Organ- oder Stammzellentransplantation oder eine Risikoschwangerschaft.

Warum habe ich noch keinen Masken-Gutschein?

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilte mit, die Auslieferung der Gutscheine für die FFP2-Masken durch die Bundesdruckerei sei in Kalenderwoche 2 gestartet. Für das Umpacken und Versenden an die Versicherten sind die Krankenkassen selbst verantwortlich.

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Die Techniker-Krankenkasse versandte nach eigenen Angaben bis zum 12. Januar 2021 etwa 20 Prozent der Gutscheine. Bei der Barmer-Krankenkasse waren zu diesem Zeitpunkt nach deren Angaben ein Drittel der bestellten Voucher geliefert worden. Die Krankenkassen rechnen damit, dass sich die Aktion bis in den Februar hinein zieht.

Die privaten Kassen würden bis Ende der dritten Kalenderwoche rund 1,2 Millionen Briefe an die Versicherten versenden, so ein Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Auch mit FFP2-Maske kein 100-prozentiger Schutz

FFP2-Masken filtern Partikel besonders wirksam aus der ein- oder ausgeatmeten Atemluft, sie bieten allerdings auch keinen 100-prozentigen Schutz. Gesundheitsminister Jens Spahn mahnte deshalb zur Vorsicht: „Auch FFP2-Masken bieten keinen 100-prozentigen Schutz für das Corona-Virus. Aber sie senken die Gefahr für eine Ansteckung erheblich.“

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Nachdem immer mehr dieser Masken in Deutschland hergestellt würden, könne der Bedarf nun vor allem aus inländischer Produktion gedeckt werden. Den Bund kostet die Aktion insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro.

Der Caritas-Verband erklärte, die Masken-Verteilung sei sicher gut gemeint, schieße aber übers Ziel hinaus. „Menschen mit gutem Einkommen brauchen diese Unterstützung nicht“, sagte Präsident Peter Neher. „Die Abgabe von Masken sollte sich auf die beschränken, die sich keine gut schützenden Masken leisten können.“

Quelle: dpa