Brand im Krefelder Zoo
Foto: David Young/dpa

Bei dem Brand im Krefelder Zoo in der Nacht zu Neujahr sind mehr als 30 Tiere gestorben, darunter Schimpansen, Orang-Utans und zwei ältere Gorillas. Experten suchen nach der Brandursache.

Die Brandursache sei bislang ungeklärt, teilten Feuerwehr, Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoo am Mittwochvormittag mit. Die Polizei habe mit Ermittlungen begonnen. Unter den toten Tieren seien auch Flughunde und Vögel, sagte eine Sprecherin. Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb verschont. In dem 2012 errichteten Bereich lebt eine siebenköpfige jüngere Gorillafamilie.

„Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden. Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus“, schrieb der Zoo am frühen Mittwochmorgen auf seiner Facebookseite. Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb aber verschont, wie der Zoo mitteilte. Das Affenhaus aber brannte bis auf die Grundmauern ab.

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Die Feuerwehr, die von Anwohnern um 00.38 Uhr alarmiert wurde, war in der Nacht noch mit Löscharbeiten beschäftigt. Beim ihrem Eintreffen stand das Affenhaus bereits im Vollbrand. Die Stadt Krefeld wollte im Laufe des Mittwochs auf einer Pressekonferenz weitere Informationen bekanntgeben.

Der Zoo schrieb: „Eine unfassbare Tragödie hat uns kurz nach Mitternacht überrollt.“ Das Menschenaffenhaus sei niedergebrannt. Die Kriminalpolizei ermittle. Der Zoo bleibe daher am Mittwoch geschlossen. Man habe bereits zahlreiche Hilfsangebote erhalten. „Bitte habt Verständnis, dass wir noch unter Schock (stehen) und nicht genau sagen können, ob und wo Hilfe brauchen.“

Das Affentropenhaus wurde den Zoo-Angaben zufolge im Jahr 1975 eröffnet. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil lag bei 2000 Quadratmetern. Zuhause waren Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epauletten-Flughunde und Vögel. Bis 2020 sollten die Orang-Utans und Schimpansen noch Außenanlagen bekommen. Der Krefelder Zoo hat über 400 000 Besucher im Jahr. Dort leben auch Elefanten, Leoparden und Nashörner.

Quelle: dpa