Mittlerweile ist die Mitgliederzahl auf über 370.000 gewachsen – was allerdings in der Facebook-Gruppe „Fridays for Hubraum“ passiert, ist einfach nur widerwärtig. Ziel vieler Attacken ist natürlich Aktivistin Greta Thunberg.

Ursprünglich wurde die Parodie zur Protest-Reihe „Fridays for Future“ vom Satire-Kollektiv des SWR3 ins Leben gerufen – eigentlich nur als Scherz gedacht, sorgt eine Facebook-Gruppe mit demselben Namen nun für Aufregung.

Inzwischen herrscht in der Gruppe ein ziemlich rauer Ton, viele Nutzer lassen ihrem rechtsextremen Gedankengut freien Lauf. Andere echauffieren sich nur über den Klimaschutz an sich und das Gesicht der Bewegung, Greta Thunberg.

Thunberg ist eine 16 Jahre alte Schwedin, die sich intensiv für den Klimaschutz einsetzt und mit verschiedenen Aktionen wie zum Beispiel einem klimaneutralen Segelturn nach New York und einer emotionalen Rede vor dem UN-Klimagipfel für Aufmerksamkeit sorgt.

„Was kostet eigentlich so ein Auftragsmord?“, fragt ein User in die Runde, als sei es etwas ganz Alltägliches. Darauf kommen aber unfassbare Antworten wie „Können wir doch gleich zusammenlegen aus der Gruppe, dann reicht es auch fürs ganze Parlament“ oder „Granate ins Auto kriegst hier schon für 5000“.

In der Gruppenbeschreibung wird noch betont, dass man dem „Klima-Wahn mit Spaß entgegentreten“ wolle und ganz wichtig: Es wird noch einmal betont, dass man bitte nett zueinander sein solle.

Einige Nutzer brüsten sich damit, dass die offizielle Facebook-Seite von „Fridays for Future“ nur rund 75.000 Likes hat – damit rund ein Fünftel der Gegen-Gruppe. Allerdings ist Facebook bei der Zielgruppe der Thunberg-Bewegung kaum noch relevant.

Was die Beleidigungen, die an den Teenager gerichtet sind, betrifft, fallen Wörter wie „CO2 Schlampe“, „Kackfratze“, „ADS Fotze“, „Pissblag“, selbst da sind einige noch geschmacklosere Beleidigungen noch herausgefiltert. Wenn man sich den Inhalt durchliest, muss man sich große Sorgen machen.