Polizei
Foto: AFP

Vor einer Schule in China ist ein Auto in eine Gruppe von Kindern gefahren, fünf Menschen wurden nach amtlichen Angaben getötet und 18 verletzt.

Der Fahrer sei festgenommen worden; der „schwere Verkehrsunfall“ habe sich gegen Mittag in der Küstenstadt Hulidao in der Provinz Liaoning ereignet, sagte ein Sprecher der zuständigen Kreisbehörde der Nachrichtenagentur AP.

Vom staatlichen Fernsehsender CCTV gesendete Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie eine Gruppe Kinder die Straße vor ihrer Schule überqueren. Ein Auto nähert sich ihnen, wechselt den Fahrstreifen und erfasst die Kindergruppe. Unklar war, ob der Fahrer seinen Wagen vorsätzlich in die Gruppe lenkte oder ob er vorher versuchte, einem Hindernis auszuweichen. Der Sprecher des Kreises Jianchang sprach von einem „schweren Verkehrsunfall“.

Es hat bereits mehrere ähnliche Vorfälle in China gegeben. Im Oktober fuhr ein mit einem Messer bewaffneter Mann in der östlichen Stadt Ningbo seinen Wagen in eine Fußgängergruppe; zwei Menschen wurden getötet und 16 verletzt. Im September wurden elf Menschen getötet und 44 verletzt, als ein Geländewagen vorsätzlich in eine Menschenmenge in der Provinz Hunan gesteuert wurde. Der Fahrer sprang nach dem Aufprall aus seinem SUV und griff Menschen mit einem Dolch und einer Schaufel an.

Auch vor Schulen hat es mehrere derartige Vorfälle gegeben, gleich mehrere im Jahr 2010, bei denen fast 20 Kinder getötet wurden. Danach wurden die Sicherheitsmaßnahmen vor Schulen verstärkt.

Die Täter werden von den Behörden meist als geistesgestört und Außenseiter beschrieben.

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(dpa)