Wenige Tage nach einer waghalsigen Rettungsaktion auf der Autobahn 1 hat erneut ein Augenzeuge einen fahrenden Lastwagen gestoppt.

Laut Polizei hatte der Lkw am Montag in Lippetal (Kreis Soest) bereits vier Vorgärten verwüstet, nachdem der 54 Jahre alte Fahrer am Steuer wohl einen internistischen Notfall hatte. Ein 48 Jahre alte Anwohner sprang demnach auf den Lastwagen und zog einen Bremsschlauch raus.

Nach Zeugenaussagen war der Lkw gegen 11.40 Uhr zehn bis zwölf Mal im Kreis um ein Wohngebiet gefahren. Dabei hatte der Fahrer aus Werl unter anderem einen geparkten Wagen gerammt und an einen Baum geschoben. Dann soll der Lastwagen die vier Vorgärten verwüstet haben.

Der Lkw-Fahrer habe das Führerhaus zwar noch selbstständig verlassen können, aber apathisch gewirkt. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus. Die Polizei beziffert den Schaden auf etwa 44.000 Euro.

Bereits in der vergangenen Woche war ein 43 Jahre alter Retter auf der A1 bei Wermelskirchen auf einen führerlosen Lastwagen gesprungen und hatte diesen gestoppt. Dessen Fahrer war am Steuer kollabiert und gestorben.

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(dpa)