Essen: Ermittlungen nach Schüssen auf Rabbinerhaus dauern an

Nach Schüssen auf die Synagoge in Essen laufen die Ermittlungen weiter. Nun werden Zeugen für den Vorfall vom Freitag gesucht.
Einschusslöcher bei Synagoge in Essen entdeckt
Einschusslöcher sind auf einer verglasten Tür zu sehen. Foto: Justin Brosch/dpa
Einschusslöcher bei Synagoge in Essen entdeckt
Einschusslöcher sind auf einer verglasten Tür zu sehen. Foto: Justin Brosch/dpa

Auf die neue sowie die alte Synagoge in Essen wurde am vergangenen Freitag wohl geschossen. Die Ermittlungen der Polizei dauern in diesem Fall nach wie vor an. Unter anderem würden weiter Zeugenhinweise gesammelt, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

In der Nacht auf Freitag war in Essen auf das frühere Rabbinerhaus an der Alten Synagoge in der Innenstadt geschossen worden. Die Alte Synagoge gehört der Stadt und wird von der jüdischen Gemeinde nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Eine unbekannte Person hatte dabei mindestens drei Schüsse auf eine Tür abgegeben, wie auf Videoaufnahmen zu sehen ist. Verletzt wurde niemand.

Am Sonntagabend veröffentlichte die Polizei Fotos eines möglichen männlichen Zeugen, nach dem nun gesucht werde. Es seien weitere Videoaufzeichnungen rund um die Alte Synagoge gesichert und ausgewertet worden. Die Person könnte aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe zum Tatort möglicherweise sachdienliche Hinweise geben.

Auch im Fall der beiden am Samstag entdeckten Löcher im Dach der neuen Synagoge gingen die Untersuchungen weiter. Die Polizei hatte mitgeteilt, dass es sich bei den älteren Beschädigungen um Einschusslöcher handeln könnte. Die neue Synagoge aus dem Jahr 1959, die von der jüdischen Gemeinde für Gottesdienste genutzt wird, liegt rund einen Kilometer Luftlinie von der Alten Synagoge aus dem Jahr 1913 entfernt.

dpa