Foto: dpa
Foto: dpa

Ein geklautes Auto, 28 Streifenwagen und mehrere Schüsse: Das sind die Zutaten einer wilden Verfolgungsjagd, die sich am Donnerstag in Hamburg zugetragen hat. Drei Männer waren in einem gestohlenen Auto auf der Flucht.

Zivilfahnder identifizierten zuvor anhand des Kennzeichens einen geklauten Wagen und wollten die drei Insassen überprüfen. Der Fahrer gab jedoch Vollgas und flüchtete mit dem Fiat über die A1 und A25 und fuhr weiter über Bergedorf in Richtung Billstedt. Dabei überfuhren die Flüchtigen mehrere rote Ampeln. 

Inzwischen hatten satte 28 Streifenwagen die Verfolgung aufgenommen. Auf der B5 wollten zwei Polizeistreifen den Fluchtwegen blockieren. Ein Beamter schoss dreimal auf das Fahrzeug, doch der Autodieb drückte weiter aufs Gas, fuhr dabei direkt auf die Polizisten zu und durchbrach eine Straßensperre. Wie die Polizei berichtet, konnte sich ein Beamter nur durch einen Sprung zur Seite retten. Er blieb unverletzt.

Das Ende der Verfolgungsjagd leitete der Fahrer schlussendlich selbst ein. In Billstedt fuhr er mit dem Wagen gegen einen Baum, sodass die drei Insassen ihre Flucht zu Fuß fortsetzen mussten. Diensthunde nahmen die Verfolgung auf und halfen dabei, die Autodiebe zu stellen und festzunehmen. Ein 23-Jähriger wurde dabei ins Bein gebissen und musste später ambulant behandelt werden.

Der Fiat, der offensichtlich kurzgeschlossen wurde, wurde sichergestellt und zum Verwahrplatz der Polizei transportiert. Der 22 Jahre alte Fahrer wurde dem Haftrichter zugeführt. Seine beiden Komplizen, 23 und 26 Jahre alt, wurden erkennungsdienstlich behandelt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen.

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!