Foto: Caroline Seidel/dpa
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In Niedersachsen soll ein Lehrer in mehreren Fällen Nacktfotos und körperliche Gefälligkeiten von seinen Schülerinnen gefordert haben. Im Austausch dagegen soll er ihnen gute Noten angeboten haben. Gegen den Mann wurde eine Geld- und Freiheitsstrafe erlassen.

Für ein Nacktfoto einer 14-jährigen Schülerin soll ein Lehrer dem Mädchen per Chat eine bessere Note angeboten haben. Die Schülerin schickte ihm dann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig noch ein weiteres Bild, um ein angedrohtes Elterngespräch zu verhindern. Gegen den 37-Jährigen wurde ein Strafbefehl mit einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten zur Bewährung erlassen, teilte die Ermittlungsbehörde am Dienstag mit. Dem Lehrer sei auch die Zahlung von 5000 Euro auferlegt worden.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft soll der Realschullehrer aus Niedersachsen mit mehreren Schülerinnen Chatnachrichten geschrieben haben. Zwei Mädchen soll er dabei auch bessere Noten für Gefälligkeiten wie Küsschen angeboten haben. „Die beiden Schülerinnen gingen auf diese Angebote aber nicht ein“, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christian Wolters. Diese Verfahren wurden ihm zufolge angesichts der schwerer wiegenden Vorwürfe eingestellt.

Gegen den Strafbefehl im Fall der 14-Jährigen wegen Bestechlichkeit in zwei Fällen hat der Lehrer Einspruch eingelegt. Es könnte daher eine öffentliche Verhandlung zu den Vorwürfen geben. Ein Sprecher der Landesschulbehörde in Lüneburg teilte mit, dass der Pädagoge von seinen schulischen Aufgaben freigestellt sei und derzeit nicht unterrichte.

Gegen den Beamten laufe ein Disziplinarverfahren. Die Schulbehörde hatte die Anzeige selbst gestellt, nachdem dort eine entsprechende Meldung eingegangen war.

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(dpa)