Erleuchtung für Infizierte! Diese Maske soll erkennen, wenn der Träger Corona hat

Erkennen bald Masken eine Corona-Infektion? Forscher arbeiten aktuell an Spezial-Masken, die mittels Antikörper anschlagen, wenn sie mit Corona in Kontakt treten.

Ist das die Zukunft des Corona-Tests? Zumindest klingt das, was die Forscher an der Universität in Kyoto (Japan) in den vergangenen Monaten erarbeitet haben, hochinteressant! Eine Maske soll dabei helfen, Infektionen zu erkennen. Wenn die Maske nach dem Tragen leuchtet, ist der Träger demnach mit dem Coronavirus infiziert.

Wie das Portal „Dezeen“ berichtet, haben die Forscher die Maske mit Hilfe von Straußen-Antikörpern entwickelt. Bei der Vogelart ist das Besondere, das sie aufgrund ihrer Vielzahl von Antikörpern grundsätzlich extrem resistent gegen Viren und Erkrankungen sind. Das trifft auch auf das Coronavirus zu. Yasuhiro Tsukamoto, der die Forschungsgruppe in Kyoto anführt, erkannte, wie stark das Immunsystem von Sträußen gegen Viren ist und initiierte die Forschung.

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Vogel-Antikörper sorgen für Corona-Erkennung

Zugegebenermaßen ist das Vorgehen der Wissenschaftler nichts, worüber Gegner jeglicher Art von Tierversuchen begeistert sein werden. Denn im ersten Schritt der Forschung wurde den Tieren das Spike-Protein des Virus injiziert. Dadurch konnte die Antikörper der Sträuße generiert werden. Die Antikörper wurden dann aus dem Eigelb der Straußen-Eier entnommen und in den Filter der Masken eingesetzt.

Im nächsten Schritt kommt es dann zur Nutzung der Maske. Nachdem der Mund- und Nasenschutz von Anwender getragen wird, wird auf der Maske eine Flüssigkeit ausgebreitet und mittels ultraviolettem Licht kann erkannt werden, ob sich Viruspartikel in der Maske befinden. Beginnt die Maske zu leuchten, dann wurden die Viruspartikel gefunden und der Träger ist positiv. So weiß der Infizierte über seine Corona-Erkrankung Bescheid. Wie die Masken dann aussehen, könnt ihr euch hier anschauen!

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Bald als Test-Kit für zuhause?

Die Forscher arbeiten aktuell daran, dass das Vorgehen in diesem Schritt vereinfacht werden kann. Ziel ist es, dass die Partikel nicht erst unter ultraviolettem Licht, sondern bereits unter „herkömmlichem“ Handy-Licht erkennbar sein sollen. Das würde das Projekt sicherlich massentauglicher machen. Dann sollen die Masken mit der Flüssigkeit in einem Test-Kit erhältlich sein – ähnlich wie aktuell bei Corona-Test-Kits für zuhause.

„Wenn die Virus-Infektion durch den Filter mit den Straußen-Antiköpern erkannt wird, kann das für den alltäglichen Umgang mit dem Virus auf der Welt helfen. Infizierte, die aber keine Symptome haben, trotzdem aber zu Superspreadern werden könnten, können so früh erkannt werden“, erklärt Tsukamoto. Ein Patent wurde von den Forschern bereits beantragt. Während sie weiter an der Vereinfachung der Nutzung arbeiten, soll aber bereits die Produktion eingeläutet werden. Geplant ist, dass die Masken im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.