Foto: Robert Hoetink/Shutterstock.com (Symbolbild)
Foto: Robert Hoetink/Shutterstock.com (Symbolbild)

Aigali Supugaliev wurde offiziell für tot erklärt, seine Freunde und Familie nahmen am Grab Abschied von ihm. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Der 63-Jährige war gar nicht tot.

Für seine Nichte war es der Schock ihres Lebens, als Supugaliev rund vier Monate nach seinem Verschwinden wieder nach Hause zurückkehrte. Lebendig, wohlauf und nichtsahnend, dass er von seiner Familie bereits beerdigt wurde.

Seit dem 9. Juli wurde er vermisst, rund zwei Monate später entdeckte die Polizei eine zersetzte Leiche und per DNA-Test wurde der Tote als Aigali Supugaliev identifiziert. Erst weitere zwei Monate später kehrte er dann in sein kasachisches Heimatdorf Tomarly zurück und erfuhr, dass er schon für tot erklärt wurde.

„Die DNA-Analyse hatte bestätigt, dass dies mein Bruder war. Wir glaubten den Ergebnissen und führten alle Begräbnis- und Gedenkriten durch“, sagte sein Bruder Esengali der britischen Tageszeitung „Daily Mirror„. Er habe so viel Geld dafür ausgegeben, doch viel dringender sei doch die Frage: „Wen haben wir begraben? Vielleicht suchen seine Verwandten nach dieser Person.“

Beantwortet wurde diese Frage bislang nicht. Wissenschaftler Akmaral Zhubatyrova hat aber immerhin eine Erklärung für den falschen DNA-Test, der „nur“ zu 99,92 Prozent richtig liegen könne. „Es ist unmöglich eindeutig zu sagen, dass dies der Körper einer Person ist, wenn man sich nur auf die Ergebnisse der DNA-Untersuchung stützt. Wir sollten die verbleibenden 0,08 Prozent nicht vergessen.“

Und Supugaliev? Der 63-Jährige erklärte, dass er einen Job auf einer weit entfernten Farm angenommen und seiner Familie davon nichts erzählt habe.

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!