Foto: shutterstock.com / JurateBuiviene
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Ein Ticket hatte dieser junge Mann nicht, dafür aber einen prall gefüllten Rucksack und eine Mega-Fahne. Am Samstag wurde ein 24-Jähriger in Magdeburg mit 37 Messern und 4,0 Promille an einem Bahnhof stehengelassen und sorgte für ein bisschen Palaver.

Der Schwarzfahrer war in einem Regional-Express unterwegs und wurde von einem Zugbegleiter am Bahnhof Aschersleben vor die Tür gesetzt, weil er eben stark alkoholisiert war und zudem ein langes Messer aus seinem Rucksack herausragte.

Auch der Schaffner einer anderen bereitstehenden Regionalbahn wollte den Mann nicht mitnehmen. Daraufhin drohte dieser, er würde sich vor den Zug schmeißen, sprang tatsächlich ins Gleisbett und lief in Richtung Halberstadt. Der Bahnverkehr wurde sofort eingestellt. Wenig später holte die Landespolizisten den 24-Jährigen aus dem Gefahrenbereich heraus.

Der anschließende Alkoholtest ergab die besagten 4,0 Promille. Unter den 37 Messern befanden sich übrigens auch acht verbotene Einhandmesser sowie ein Dolch und ein Jagdmesser. Die Messer wurden sichergestellt. Warum er sie bei sich trug, konnte der Mann den Beamten nicht darlegen.

Weil er leichte Verletzungen durch Stürze erlitten hatte, wurde der 24-Jährige in einem naheliegenden Krankenhaus medizinisch versorgt. Die Bundespolizei zeigte ihn wegen Schwarzfahrens, Nötigung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz und wegen unerlaubten Gleisaufenthalts an.