Aufregung am New Yorker Flughafen! Dort trug ein Mann fast drei Dutzend lebende Singvögel mit sich herum – in Lockenwicklern.

Ein Mann ist dort beim Versuch erwischt worden, die Singvögel in die USA zu schmuggeln. Die Finken habe er dann verkaufen wollen, damit sie bei Gesangswettbewerben eingesetzt würden, teilten Behörden am Dienstag mit.

Ins Netz ging der Mann aus Connecticut am Wochenende bei seiner Ankunft aus dem südamerikanischen Guyana am Flughafen John F. Kennedy. Dort fanden Zollbeamte in seinem Handgepäck 34 Singvögel, die in Plastiklockenwicklern verborgen waren. Gegen den Mann wurde am Montag ein Strafverfahren wegen illegalen Schmuggels von Wildtieren eingeleitet.

Finken aus Guyana gelten als begehrt. In den New Yorker Bezirken Brooklyn und Queens lassen Ausrichter von Wettkämpfen sie im Singen gegeneinander antreten – auf jene mit der besten Stimme werden Wetten platziert.

Der mutmaßliche Schmuggler im jüngsten Fall habe die Finken für jeweils rund 3000 Dollar verkaufen wollen und auf eine Gesamtbeute von mehr als 100.000 Dollar gehofft.

Erst im Dezember 2018 hatten Zollbeamte ebenfalls am Airport John F. Kennedy 70 lebende Exemplare der Sperlingsart in Haarwicklern in der Reisetasche eines Passagiers entdeckt, der aus Guyana eingetroffen war.

Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde warnt vor dem Schmuggeln von Vögeln: Durch eine mögliche Ausbreitung von Krankheiten wie Vogelgrippe bestehe Gefahr für die Landwirtschaft. (dpa)