Ein 14 Jahre alter Junge hat seiner Mutter eine Kopfnuss verpasst, weil diese ihm die Playstation wegnehmen wollte. Wegen seiner Spielsucht geht der Junge seit zwei Jahren nicht mehr zur Schule.

Die Mutter, Britta Hodge aus Sydney, berichtete australischen Medien selbst von diesem Vorfall. Ihr Junge Logan sei süchtig nach „Fortnite“, einem zurzeit weltweit beliebten Multiplayer-Spiel.

Der Teenager spiele Tag und Nacht Playstation und verlässt sein Zimmer nur zum Essen oder wenn er auf Toilette muss. In einer TV-Sendung erzählte die Mutter, wie der Junge ihr eine Kopfnuss verpasst hat, nachdem sie ihm die Konsole wegnehmen wollte. Der Junge sei extrem aggressiv gewesen, so Hodge: „Wir mussten sogar die Polizei rufen. Ich habe eine Gehirnerschitterung davongetragen.“

Vor zwei Jahre bekam Logan eine Playstation 4. War er zuvor ein sportlicher und kontaktfreudiger Junge, leidet er mittlerweile unter starker Spielsucht. Aktuell ist er auf Fortnite hängen geblieben, zuvor zockte er bereits exzessiv Minecraft und Call of Duty. Das berichtet „Metro„.

Mit ihren Interviews versucht die Mutter nun das Bewusstsein für Spielsucht bei Kindern zu schärfen. Sie sagt: „Eine Sucht ist eine Sucht. Dabei ist es egal, ob es um Drogen, Sex oder eben Online-Gaming geht.“

Logan geht wegen seiner Sucht seit zwei Jahren nicht mehr zur Schule, seine Familie ist verzweifelt. „Wir können ihn nicht dazu bringen, zur Schule zu gehen. Er kommt raus, isst etwas und geht dann wieder in sein Zimmer. Wir haben alles versucht. Er sagte mir, dass es das Einzige ist, was ihn glücklich macht“, berichtet die Mutter gegenüber „9Honey„. Bei Logan wurde zudem ADHS sowie eine Angststörung festgestellt.

Die Mutter musste sogar ihren Job aufgeben, um sich Vollzeit um ihren Sohn zu kümmern, der jetzt nur noch ab 16 Uhr zocken darf. Logan befindet sich in ärztlicher Behandlung. Das Ziel der Mutter: Der Junge soll bald wieder in der Lage sein, die Schule zu besuchen.

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