Diskussion um Totimpfstoff Valneva: Eignet er sich nicht als Booster?

Eine englische Studie hat alle Impfstoffe auf ihre Boosterwirkung getestet. Dort haben alle Impfstoffe gute Ergebnisse geliefert. Nur hinter Valneva stehen noch ein paar Fragezeichen.
Dritte Impfung: Alle Infos zur Auffrischung des Corona-Schutzes – wer kann sich wann und wo die Booster-Impfung geben lassen?
Foto: unsplash
Dritte Impfung: Alle Infos zur Auffrischung des Corona-Schutzes – wer kann sich wann und wo die Booster-Impfung geben lassen?
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In einer englischen Studie mit knapp 3000 Teilnehmern haben Wissenschaftler die verschiedenen Impfstoffe auf ihre Wirkung und ihr mögliches Potenzial, als Booster eingesetzt zu werden, untersucht. Dabei wurden alle möglichen Kreuzungen untereinander ausprobiert, um herauszufinden, welcher Impfstoff sich als bester Booster eignet.

Die beteiligten Impfstoffe waren Astrazeneca, Biontech/Pfizer, Johnson&Johnson, Moderna, Novavax, Valneva und CureVac. Veröffentlicht wurden die Studien bereits in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet„, auf die sich auch der „Merkur“ bezieht. In 13 Versuchs- und Kontrollgruppen wurden insgesamt 20 verschiedene Booster-Kombinationen geprüft.

Anschließend wurde vier Wochen gewartet und dann errechnet, um welchen Faktor die Antikörpertiter stiegen. Es ging also nicht darum, welcher Faktor der Höchste war, sondern welche Kombination den besten Schutz bringt. Demnach hatte den höchsten Faktor eine Zweifach-Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca und ein Booster von Moderna. Auch bei zwei Biontech-Impfungen war Moderna als Booster am besten.

Valneva: Hohe Wirksamkeit, nur nicht als Booster

Das veröffentlichte Ergebnis erklärte, dass die Booster-Impfungen mit Moderna, Johnson&Johnson und AstraZeneca zu einer Steigerung des Immunwerts führen. Zum Totimpfstoff Valneva wurden hingegen keine Zahlen veröffentlicht. Allerdings hatte der Hersteller nur wenige Tage vor der Veröffentlichung der Studie bereits selbst in einer Mitteilung erklärt, dass der Impfstoff hervorragende Ergebnisse liefere.

Und auch zum Vorgang in England äußerte man sich. So lag der Fehler nicht beim Impfstoff laut des Herstellers, sondern er wurde zu früh als Booster verimpft, der Intervall war zu kurz. Es brauche mehr Zeit, bis der Impfstoff von Valneva seine volle Wirkung entfalte. Zudem sei Valneva durchaus als Booster geeignet. Jedoch sei die Wirkung eben am Besten, wenn auch die Grundimmunisierung mit dem Totimpfstoff der französischen Hersteller durchgeführt wurde.

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