Sega Mega Drive
Foto: Shutterstock/Interneteable

Einer der wenigen Vorteile, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, ist, dass wir deutlich mehr Zeit haben, aufzuräumen und uns von alten Sachen zu trennen. Im besten Fall bekommen wir dann für diese sogar noch Geld. Doch man sollte definitiv vorher schauen, was sich in der Verpackung befindet, bevor man einen Artikel verkauft – auch in eigenem Interesse.

Das zeigt das Beispiel einer Frau aus England. Sara Foggo aus Mirfield, das zwischen Huddersfield und Bradford liegt, stolperte beim Ausmisten über eine alte Spielekonsole ihres Sohnes, eine Sega Mega Drive. Kurzerhand schaltete sie eine Anzeige auf dem Facebook Marketplace. 25 Britische Pfund, umgerechnet rund 28 Euro, sollte das Gerät kosten.

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Ein Käufer war in Shane Trotter schnell gefunden, sein Freund James Bishop holte die Konsole bei der 34-Jährigen zuhause ab. So weit, so gut. Auch darüber, dass die Packung sich etwas schwer anfühlte, machte sich die Verkäuferin keinen großen Kopf – bis Bishop sich 24 Stunden meldete.

Zunächst erklärte er, dass sein Freund zufrieden mit der Konsole sei. Aber es sei noch ein „springender Hase in einer Socke“ dabei gewesen. Als sie diesen Hinweis zunächst nicht begriff, erklärte Bishop, der Hase sei „rampant“ (zu Deutsch: „zügellos“) – in Anspielung auf „Rampant Rabbit“, den Namen des Sex-Spielzeugs – und schickte ihr ein Bild. Die Dreifach-Mama begriff: Sie hatte ihren Vibrator in der Packung vergessen. „Ich war so beschämt, konnte aber nicht aufhören zu lachen“, sagte sie der britischen Nachrichtenagentur „Kennedy News & Media.

Käufer machte ein Schnäppchen

Doppelt bitter für Foggo: Ein „Rampant Rabbit“ kostet rund 45 Britische Pfund (ca. 50 Euro). Ein wirklich gutes Geschäft hat sie also nicht gemacht – ganz im Gegensatz zum Käufer. „Es wäre mir egal gewesen, aber der ‚Hase‘ war mehr wert als das Geld, für das ich die Sega-Konsole verkauft habe, erklärte sie. „Er hat ein richtiges Schnäppchen gemacht. Ich habe gefragt, ob ich ihn zurückbekommen kann, aber ich glaube, es sei ein Scherz gewesen. Jetzt weiß ich auch nicht so recht, ob ich ihn noch haben möchte.“

Rampant Rabbit Vibrator
So sah der „verlorene“ Vibrator ungefähr aus. Foto: Shutterstock/Polter_photo

Dabei hätte es mit Sicherheit auch noch schlimmer kommen können: „Stellen Sie sich mal vor, ein Kind hätte die Packung an Weihnachten geöffnet und einen großen Hasen vorgefunden, dessen Schwanz sich dreht.“

Socke gehörte ihrer Mutter

Als sei die Geschichte nicht schon peinlich genug, stellte sich im Nachhinein sogar noch heraus, dass die Socke, in der der Vibrator versteckt war, nicht einmal Foggo gehörte – sondern ihrer Mutter. „Als ich die Story auf Facebook veröffentlichte, schrieb meine Mutter mir, dass es ihre Socke sei. Ich konnte es nicht fassen“, verriet sie. „Jetzt muss ich ihr ein neues Paar kaufen.“

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Wie der Vibrator in der Sega-Box landen konnte, daran kann sie sich übrigens nicht erinnern. Sollte sie ihn zurückbekommen, wird sie ihn mit Sicherheit irgendwo verstauen, wo sie ihn auch wiederfindet. Und wenn nicht, hat sie auch schon eine Idee: „Ich sollte eine Fundraising-Kampagne für einen Ersatz starten – schließlich wird dieses Weihnachten einsam werden.“ Wir wünschen viel Erfolg!