Corona-Tragödie: Doppelt geimpfter Arzt stirbt kurz vor Booster-Impfung

Ein Arzt aus England ist kurz vor seiner Booster-Impfung gestorben – trotz doppelter Impfung zuvor. Irfan Halim wurde nur 45 Jahre alt.
Corona-Intensivstation Universitätsklinikum Essen
ine Mitarbeiterin der Pflege steht in einem Zimmer der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen und bedient ein ECMO-Gerät, eine Herz-Lungen-Maschine. Foto: Fabian Strauch/dpa

Eigentlich rettete Irfan Halim an Corona erkrankten Menschen das Leben, oder versuchte zumindest, sie vor dem Tod zu bewahren. Dann aber infizierte sich der Arzt aus dem englischen Swindon, ca. 130 Kilometer westlich von London, selbst. Zwei Monate kämpfte er mit dem Virus, nun hat er den Kampf verloren.

Dabei war Halim selbst bereits doppelt geimpft, die dritte Impfung, der Booster, stand kurz bevor. Doch dazu kam es nicht mehr. Der 45-Jährige steckte sich Mitte September an, nachdem er bereits monatelang erfolgreich gegen das Virus gekämpft hatte. Entgegen allen Erwartungen ging es Halim mit zunehmender Dauer immer schlechter.

Erst wurde er wurde zum Intensivpatienten, danach verschlechterte sich sein Zustand immer weiter. Am 14. November verstarb er schließlich in einem Krankenhaus in London, wo er inzwischen untergebracht worden war. Sein Bruder Amir, ebenfalls Arzt, sagte dem britischen Sender BBC: „Die Zahl der Fälle steigt mit jedem Tag. Diesem Virus ist es egal, ob Sie begabt, reich oder arm sind.“ Und über seinen Bruder: „Wir haben gehofft, dass er sich angesichts seines Alters erholen würde. Er war ein fitter und gesunder junger Mann.“ Doppelt traurig: Schon im September war der Vater der beiden an einer Corona-Infektion gestorben.

Irfan Halim hinterlässt zwei Söhne und zwei Töchter. Bruder Amir gibt zum Schluss noch mit auf den Weg: „Ich werde dafür sorgen, dass seine beiden Söhne und zwei Töchter in dem Wissen aufwachsen, was für ein großartiger Mensch ihr Vater war.“