Foto: dpa/Sebastian Gollnow
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Eltern in Sorge, der Bürgermeister findet’s okay: Ein provisorisch angelegter Fußgängerüberweg hat in Baden-Württemberg einige Irritationen ausgelöst. Der Zebrastreifen in Neckartailfingen am Neckar endet auf einem Grünstreifen statt einem Gehweg.

Dabei ist der auf Asphalt gemalte Zebrastreifen aus Sicht des Bürgermeisters Gerhard Gertitschke (parteilos) Teil einer pragmatischen Lösung. Schulkinder hätten sofort verstanden, wie sie dort über die Straße kommen.

Denn dort, wo er über eine Fahrbahn führt, gibt es erst seit Kurzem eine Wohnbebauung und einen Gewerbebetrieb. Da Kinder die Straße auf ihrem Weg in die Grundschule nutzen, habe sich die Kommune nach einigem Hin und Her dazu entschieden, provisorische Gehwege anzulegen. „Eltern hatten sich um die Kinder gesorgt, da nun mehr Verkehr zu erwarten ist“, sagte der Rathauschef.

Dem provisorischen Gehweg habe das zuständige Landratsamt in Esslingen zugestimmt. Damit die Mädchen und Jungen auch die Straßenseite wechseln könnten, habe man den Zebrastreifen aufgemalt. Der führt nun zu einem Trampelpfad auf dem Grünstreifen. Über den gelangt man direkt auf eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke.

„Die Kinder haben den Weg über den Grünstreifen angenommen und schnell verstanden. Sie laufen einfach über diese zwei Meter Grünfläche“, sagte der Rathauschef. Das sei ganz unkompliziert.

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(dpa)