Ekelhaft! 200-Kilo-Fleischtransport ohne Kühlung unterwegs

Polizei Berlin Fleisch
Foto: Polizei Berlin

In diesem Rekordsommer ist eines besonders wichtig – Kühlung! Eigentlich sollte klar sein, dass das nicht nur auf uns Menschen, sondern auch auf Lebensmittel zutrifft. Was die Berliner Polizei in einem Fleischtransporter zu sehen bekam, ist da eigentlich unglaublich.

Die Beamten fanden insgesamt 200 Kilogramm Fleischvorräte in einem gelben Transporter vor, allerdings wurden sie schnell stutzig und veranlassten, dass die Temperatur überprüft wird. Das Ergebnis: 80 Kilogramm Lamm- und 120 Kilogramm Hähnchenfleisch wurden bei 28 Grad transportiert – deklariert als Frischfleisch.

Wir Menschen können der #Rekordhitze noch irgendwie trotzen, aber dieses quer durch Berlin fahrende "Frischfleisch"…

Gepostet von Polizei Berlin am Freitag, 26. Juli 2019

Trotz einer Wegstrecke weit über 100 Kilometern verzichteten die Lieferanten auf ein Fahrzeug mit entsprechender Kühlung. Bilder, die die Berliner Polizei auf ihrer Facebook-Seite posten, zeigen einen grundsätzlich eher verwahrlosten Zustand des Laderaums.

Daraufhin entschieden die Beamten, sich mit dem Veterinär- und Lebensmittelaufsicht kurzzuschließen. Die kamen dann zu dem Entschluss, das Fleisch zu vernichten – somit waren 200 Lamm- und Hähnchenfleisch plötzlich Abfall.

„Bei einer Wegstrecke von mindestens 135 Kilometern, der Hitze und fehlender Kühlung war das Fleisch nicht mehr genießbar“, schrieb die Polizei Berlin auf dem sozialen Netzwerk. Konsequenzen hat die Hitze-Fahrt aber auch noch: „Den Fahrer und Halter erwartet nun ein Bußgeld nach der Lebensmittelhygieneverordnung.“

Gleich dreifach bitter war die Verkehrskontrolle für den Lieferanten. Denn neben der Strafe für den Fleischtransport und den verlorenen Einnahmen wurden zudem Fahrzeugmängel festgestellt. Auch diesbezüglich muss sich der Halter auf Konsequenzen einstellen.