Mann Haarkranz wenig Haare
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Werde ich langsam obenrum kahl? Mit dieser Befürchtung müssen sich insbesondere Männer im Laufe des Lebens herumschlagen. Kann im Kampf gegen den Haarausfall schon bald eine einfache Kopfbedeckung Abhilfe schaffen?

In den vergangenen Jahrzehnten wurde wild mit Hausmitteln und Erfindungen gegen den Verlust des Haupthaares herumexperimentiert. Wer aber keine Lust auf Mittel aus der Drogerie hat, keine Tabletten schlucken will oder eine Lichttherapie nicht geheuer ist, dem könnte bald schon geholfen werden.

Stromreize sollen Leuten, die mit Haarausfall zu kämpfen haben, schon bald helfen. Die Universität Wisconsin-Madison in den Vereinigten Staaten forscht derzeit an einer Therapie mit elektrischer Stimulation.

Ein Nanogenerator überträgt die Impulse auf die Kopfhaut – dadurch sollen Haarfollikel, die nicht mehr gewöhnlich arbeiten, wieder angeregt werden und nach einiger Zeit wieder für dichteres Haar sorgen.

Das klingt zunächst erst einmal kompliziert und als sei es nicht für den Gebrauch im Alltag konzipiert – ist es aber. Für die Stimulation soll ein Mini-Gerät auf dem Kopf des Anwenders sorgen, dieses kann unter einer Kappe oder einem Hut getragen werden.

Entsprechend kann die Konstruktion auch unterwegs getragen werden. Der Strom für den Nanogenerator wird in erster Linie durch Bewegungen des Anwenders generiert, ein Akku oder eine Batterie ist nicht notwendig.

Nagetier-Test bestanden

Bisher wurde die Therapie an Nagetieren getestet – und das erfolgreich. Bei den Ratten und Mäusen wurden mehr aktive Follikel festgestellt, darüber hinaus wurden die Haare länger. Nun werden Tests bei Menschen folgen.

Die Forscher haben sich ein Beispiel an anderen Bereichen genommen, in denen Elektrotherapien bereits Erfolg haben. Unter anderem wird seit längerem EMS-Training zum Aufbau von Muskeln praktiziert.

Die Impulse werden allerdings nur im Niedrigfrequenzbereich abgegeben, entsprechend soll ausschließlich die äußere Schicht des Schädels ist von den Stromreizen betroffen sein – Nebenwirkungen soll es dementsprechend keine geben.