Ehrenmord! Trans-Frau wird vom eigenen Bruder hingerichtet

Von der eigenen Familie bedroht und nun offenbar auch hingerichtet – diese Trans-Frau ist nun einem "Ehrenmord" zum Opfer gefallen.

Ein „Ehrenmord“ sorgt aktuell für Schlagzeilen – zum Opfer gefallen ist dabei eine 23 Jahre alte Trans-Frau. Der Täter ist offenbar ihr eigener Bruder. Am Montagnachmittag wurde die Polizei verständigt und darüber informiert, dass die Leiche der Trans-Frau in der autonomen Region Kurdistan im Irak gefunden wurde.

Wie laut dem Portal „Rudaw“ allerdings später festgestellt werden konnte, war die 23-Jährige zu diesem Zeitpunkt schon drei Tage tot. Das ergab die entsprechende Obduktion der Leiche. Als Konsequenz dessen wurde aber auch erst mit einigen Tagen Verspätung damit gestartet, wegen des Todes zu ermitteln.

Familie informiert Polizei – nach der Flucht des Täters

Da war der Bruder der 23-Jährigen offenbar schon über alle Berge. Er verließ das Land wohl unmittelbar nach seiner Tat. Diese beging er in der Stadt Dohuk, rund 500 Kilometer entfernt von Bagdad. Aber von wem wurde die Polizei in Kenntnis gesetzt? An diesem Punkt spitzt sich die Lage noch einmal zu. Den Hinweis erhielt die Polizei vom Bruder des Opfers, der wiederum auch der Bruder des Täters ist.

>> Kippa-Träger (18) auf den Kölner Ringen brutal verprügelt <<

Die Familie teilte den Beamten auch mit, wer der Täter sei – das aber erst, als er noch genug Zeit hatte, um zu fliehen. Das 23 Jahre alte Opfer starb, nachdem ihr in den Kopf und in die Brust geschossen wurde. Seitdem sich Doski Azad offen dazu bekannte, transsexuell zu sein, wurde sie regelmäßig von ihrer eigenen Familie bedroht. Bereits als Teenager beschloss sie dann, das Haus ihrer Familie zu verlassen – sie lebte aber weiter in unmittelbarer Nähe.

Offenbar stand sie vor ihrem Tod auch im Kontakt mit der Polizei, die ihr dazu riet, die Stadt aus Sicherheitsgründen zu verlassen. Rund zwei Wochen vor dem Mord kam Bruder Chakdar, ihr späterer Mörder, zurück in seine Heimatregion. Das deutsche Konsulat in der autonomen Region Kurdistan hat sich mit einem Twitter-Post auf dem Mord geäußert. Sie posteten ein Foto der Getöteten und schrieben den Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ aus dem Grundgesetz auf Deutsch, Englisch und in der Landessprache des Opfers.